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Auch beim Unterhalt können Autofahrer sparen

Harte Zeiten für Autofahrer, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind: Fast täglich klettern die Spritpreise auf neue Rekordhöhen. Sparen lässt sich auch bei den so genannten versteckten Unterhaltskosten.

dpa/gms STUTTGART/BERLIN. Harte Zeiten für Autofahrer, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind: Fast täglich klettern die Spritpreise auf neue Rekordhöhen. Sparen lässt sich auch bei den so genannten versteckten Unterhaltskosten.

Erheblich zu Buche schlagen laut Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart beispielsweise die Größe des Motors sowie die Abgasnorm, in die ein Auto eingestuft ist: „Das hat direkt Auswirkungen auf die Kfz-Steuer.“ Sie wird nach Hubraum und Emissionsverhalten berechnet. Daher macht es laut Hillgärtner vor einem Neu- oder Gebrauchtkauf Sinn, die Modellgröße zu hinterfragen.

Auch ein Vergleich der Abgaswerte rechnet sich: Laut dem Bundesfinanzministerium in Berlin werden bei einem schadstoffarmen Euro-4- oder Euro-3-Benziner pro 100 Kubikzentimeter Hubraum 6,75 Euro Steuern fällig (Diesel: 15,44 Euro). Bei Euro-2- und Euro-1-Benzinern mit höheren Schadstoffgrenzwerten betragen die Steuersätze 7,36 Euro (Diesel: 16,05 Euro) beziehungsweise 15,13 Euro (Diesel: 27,35 Euro). Für Benziner, deren Abgaswerte schlechter als Euro 1 sind, gilt der Steuersatz 25,36 Euro (Diesel: 37,58 Euro). Für Euro-4- und Euro-3-Fahrzeuge wird eine befristete Steuerbefreiung gewährt, die allerdings spätestens am 31. Dezember 2005 ausläuft.

Lilo Blunck, Geschäftsführerin des Bundes der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein) rät zum sorgfältigen Vergleich der Versicherungsprämien. Sie weist darauf hin, dass es auch bei Modellen innerhalb einer Fahrzeugklasse große Unterschiede geben kann. So koste beispielsweise ein Citroën C4 1.6 bei einer Versicherung rund 756 Euro für Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung. Ein vergleichbarer Mitsubishi Colt 1.5 koste beim selben Unternehmen dagegen 1 252 Euro.

Ein Grund dafür sind verschiedene Typklassen bei der Haftpflicht- und Kaskoversicherung. Sie spiegeln die Schadenhäufigkeit und Schadenshöhe der Fahrzeugtypen wieder. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin wird auf dieser Basis der so genannte Schadenbedarf berechnet. Das ist der Anteil an der Versicherungsprämie, der nötig ist, um alle Schäden dieses Typs zu bezahlen. „Bei einem Neuwagenkauf sollten Verbraucher immer nach der Typklasse fragen und bei verschiedenen Versicherungsunternehmen Vergleichsangebote einholen“, so Blunck.

Nicht zu unterschätzen sind nach Angaben von Rainer Hillgärtner zudem die Wartungskosten, die sehr unterschiedlich ausfallen können. Vor dem Autokauf sollten sich Interessenten daher auch über die Service-Intervalle ihres Wunschmodells informieren. „Generell gilt: Die Kosten sind umso höher, je teurer das Auto ist.“

Der ACE-Sprecher warnt auch vor „Service-Ritualen“, bei denen Kunden vom Hersteller leicht um den Finger gewickelt werden. „Man übersieht oft, dass eine kostenlose Mobilitätsgarantie an teure Inspektionstermine gekoppelt ist.“ Meist gewähre der Hersteller den Service nur, wenn Autofahrer ihren Wagen in einer Markenwerkstatt warten lassen. Inspektionen in einer freien Werkstatt seien in vielen Fällen jedoch günstiger.

Hillgärtner rät, „immer eine Gesamtrechnung zu machen“. So sollten Autofahrer nicht nur auf den Preis und die Finanzierung ihres Wunschautos achten, sondern alle Kosten im Blick haben, Vergleichsangebote einholen - und keine Kaufentscheidung überstürzen.

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