Autohersteller
Japaner bauen ihre Position aus

Japans Autobranche präsentiert sich überwiegend in sehr guter Verfassung: Toyota, Honda und Mazda weiten ihr Geschäft weiter aus, während die Hersteller von Kleinstautos sich über reißenden Absatz im In- und Ausland freuen. Japans Autofirmen sind gut gerüstet für einen Weltmarkt im Umbruch.

TOKIO. Kurz vor Eröffnung der 40. Tokyo Motor Show am Freitag präsentiert sich Japans Autobranche überwiegend in sehr guter Verfassung. Nur das schleppende Heimatgeschäft im Mittelklassesegment, eine mögliche Aufwertung des Yen und Sorge um die US-Konjunktur trüben die Stimmung. Toyota, Honda und Mazda weiten ihr Geschäft weiter aus, während die Hersteller von Kleinstautos sich über reißenden Absatz im In- und Ausland freuen.

Indiskretionen aus dem Unternehmen zufolge wird Toyota bei Vorstellung seiner Halbjahreszahlen im November einen neuen operativen Gewinnrekord melden, der mit 1,2 Bill. Yen noch einmal zehn Prozent über dem Vorjahresergebnis liegt. Die operative Gewinnmarge würde damit trotz höherer Entwicklungsausgaben wieder im Bereich von zehn Prozent ausfallen. „Von den etwa elf Autoherstellern in Japan erreichen sieben oder acht sehr gute Margen“, sagt Koji Endo, Autoexperte bei der Credit Suisse in Tokio. Auch die Nutzfahrzeughersteller überstehen die derzeit laue Phase ihres zyklischen Geschäfts relativ unbeschadet. Sorgenkind der Branche ist weiter Nissan, bis sich die laufende Fitnesskur in der Bilanz niederschlägt.

„Ich halte die Japaner derzeit für die stärksten Autohersteller der Welt“, sagt Analyst Christopher Richter von Calyon Capital Markets Asia in Tokio. Er macht derzeit zwei Schlüsseltrends aus: Den Niedergang von Detroit und die Motorisierung der Schwellenländer. Beide Trends hätten die Japaner früh erkannt und vorangetrieben, so Richter.

Einnahmen aus dem Nordamerikageschäft konnten die Konzerne nutzen, um die Entwicklungsmärkte zu besetzen. In China scheine Toyotas Strategie aufzugehen, sich einen Mittelklassemarkt zu erschließen, sagte Richter. Der Branchenprimus sei auf dem Weg, zweitstärkster Anbieter im Reich der Mitte zu werden. Für betuchte Chinesen sei ein japanisches Auto eine sehr attraktive Wahl. „Japans Fahrzeughersteller investieren derzeit aggressiv in China“, sagt Endo von Credit Suisse. Ihr Marktanteil liege bisher nur bei einem Fünftel, sie holten aber auf.

In Indien dagegen sind die drei großen Japaner Toyota, Honda, Nissan schwach vertreten. Dafür hat Suzuki bereits einen Marktanteil über 50 Prozent und zugleich einen sehr guten Ruf erobert. Mit seinem preisgünstigen „International Multipurpose Vehicle“ punktet Toyota in Südostasien, vor allem im Riesenmarkt Indonesien.

Seite 1:

Japaner bauen ihre Position aus

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%