Autonome Fahrzeuge
Wer programmiert die Moral für die Maschine?

Unsere Autos werden mit zunehmender Autonomie künftig auch über Leben und Tod von Menschen entscheiden müssen. Doch nach welchen Regeln soll das geschehen? Die Diskussion dazu hat gerade erst begonnen.
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Das autonome Auto der Zukunft tötet nicht im Affekt, sondern planvoll. Während der Mensch in den Sekunden vor dem Aufprall kaum eine Chance zum bewussten Reagieren hat, kann das Roboterauto in dieser Zeit Millionen Berechnungen durchführen – und aus mehreren Handlungsoptionen wählen. Rast es lieber vor die Wand und tötet seine Insassen oder nimmt es den Weg in die Menschenmenge? Kollidiert es mit dem dicken SUV oder dem für ihn ungefährlicheren Kleinwagen? Rammt es eher den Radfahrer mit oder den ohne Helm aus dem Sattel? Um das zu entscheiden, braucht die Maschine eine Art moralischen Kodex. Und die muss der Mensch ihm einprogrammieren.

Die Ethik von Roboterautos beschäftigt daher zunehmend die Automobilindustrie: Wie soll das vollautomatisiert fahrende Auto der Zukunft in derartigen Dilemma-Situationen entscheiden? Wenn trotz mehrerer Handlungsalternativen immer Menschenleben oder zumindest Sachwerte auf dem Spiel stehen? Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche forderte erst kürzlich eine ethische Debatte über Roboterautos und die branchenübergreifende Suche nach einem geeigneten Entscheidungs-Algorithmus.

Bis jetzt gibt es diesen Algorithmus nicht, allerdings auch keine komplett autonom fahrende Serienautos. Doch die Technik schreitet mit Riesenschritten voran. Bereits heute können Pkw ohne menschlichen Eingriff Bremsmanöver durchführen, die Fahrtrichtung ändern oder im Stau mitschwimmen. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll der Computer dem menschlichen Fahrer einen immer größeren Teil seiner Aufgaben abnehmen. Selbst die ersten vollautomatisierten Fahrzeuge dürften in absehbarer Zeit auf der Straße sein.

Nach Meinung vieler Befürworter können sich die Passagiere entspannt zurücklehneng: Das Auto reagiere schneller und angemessener als der Mensch, zu Unfällen würde es gar nicht mehr kommen. Erst recht nicht zu Situationen, bei denen das Auto über Leben und Tod entscheiden müsste. Theoretisch.

Auch Anders Eugensson, Director Government Affairs bei Volvo, ist optimistisch: „Wir glauben, dass autonome Fahrzeuge vorsichtiger und höflicher sein werden als menschliche Fahrer und so ernsthafte Dilemma-Situationen vermeiden.“ Die Schweden setzen traditionell auf Sicherheit und wollen dies auch beim autonomen Fahren beibehalten.

Ganz so einfach ist die Sache für Eberhard Zeeb, Leiter der Abteilung Fahrautomatisierung bei Daimler, allerdings nicht: „Wir werden autonomes Fahren zunächst auf der Autobahn ermöglichen, wo durch eine vorausschauende Fahrweise kritische Entscheidungen nahezu vermieden werden können. In komplexeren Verkehrssituationen sind mittelfristig aber Situationen denkbar, in denen das nicht mehr ausreicht.“ Heißt: Dann könnte das Auto gezwungen sein, zwischen mehreren Handlungen mit unerwünschten Folgen abzuwägen.

Dass es solche Situationen in einem vollautomatisierten Straßenverkehr geben würde, ist für Professor Oliver Bendel klar. Der Philosoph und Wirtschaftsinformatiker beschäftigt sich seit Jahren mit der relativ neuen Disziplin der Maschinenethik. Für die Entscheidungsfindung autonomer Autos schlägt er einen eindeutigen Regelkatalog vor, kombiniert mit einer Folgeeinschätzung durch das Fahrzeug selbst.

Letztlich hätte aber auch solch ein „Moralkodex“ seine Grenzen – vor allem, wenn es um die Entscheidung gehen sollte, welcher von mehreren unbeteiligten Passanten überfahren werden soll. Bendel rät generell davon ab, Maschinen in solch komplexe Situationen zu verwickeln. „Sie sollten nicht entscheiden, ob zwei Menschen weniger wert sind als vier oder jüngere Menschen mehr wert sind als ältere.“

In solchen Fällen müsse der Mensch eingreifen, auch wenn das im Einzelfall in einer Katastrophe ende.

Eine Entscheidung über Leben und Tod in die Maschine auszulagern, hätte aber laut Bendel noch drastischere Folgen. „Ich denke, dass vielen Menschen sehr unwohl dabei sein wird, wenn ihr Partner oder Kind durch eine Maschine – und zwar absichtsvoll – getötet wird. Die Menschen werden auf die Barrikaden gehen.“

Selbst dann, wenn die Maschine eindrucksvoll darlegen könne, dass sie alle Alternativen abgewogen habe und zum bestmöglichen Ergebnis gekommen sei. „Viele werden das nicht wollen, selbst wenn der Computer richtig entschieden hat. Andere werden das autonome Auto aber aus politischen, ökonomischen, wissenschaftlichen Gründen durchsetzen wollen. Es wird die Maschinenstürmer geben und die Gegner der Maschinenstürmer. Und hier sehe ich erhebliches Konfliktpotenzial.“

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  • Was bei diesem Thema' autonomes Fahren, irgendwie unter den Tisch fällt, ist die Gefährdung durch eine Vielzahl an Miniradarsystemen, was ja nichts anderes ist, als die auch in der Küche belannte Mikrowelle. Bei dieser ist es strengstens verboten, dass Strahlung austritt, damit nicht menschliche Eingeweide erhitzt oder geschädigt werden, denn es werden ja bekanntermassen Wassermolekühle dazu gebracht sich infernalisch hin und herzubewegen, denn durch diese Reibung entsteht die Hitze. De Nachteil,ist, das dabei Eiweissmolekühle zerreissen und toxisch werden, was übrigens dadurch auffällt, dass z.B. Erbsen und Möhren nach der Mikro ziemlich matschig sind. Siehe dazu auch diverse Studien, u.A. auch der Uni Genf, aber bitte bei der Recherche darauf achten, dass es echte Studien sind, die von der jeweiligen Uni finanziert wurde. Wer jetzt in ein paar Jahren über den Zebrastreifen geht, wird also von Kopf bis Fuß Mikrowellenbestrahlt. Ok, man wird nicht zum essbahren Kotlett, dazu sind die Dinger zu schwach, doch es gibt eine konkrete Wirkung im Körper, egal, wie schwach die auch ist. Mich würde mal interessieren, was dazu entsprechende Experten sagen?

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