Autosalon Genf
„A steht für Attacke“

Mercedes-Benz und Audi stellen auf dem Genfer Autosalon neue Hoffnungsträger vor. Mit A-Klasse und A3 greifen beide Hersteller im Kompakt-Segment an. Während Audi auf Vernunft setzt, wagt Mercedes eine kleine Revolution.
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GenfDer neue Audi A3 ist der erste Wagen, der beim Volkswagen-Konzernabend zum Auftakt des Genfer Auto-Salons auf die Bühne der Halle Espace Sécheron fährt. Das ist ebenso wenig ein Zufall wie seine Farbe: aggressives Rot. „Audi hat vor 15 Jahren das Premium-Kompaktsegment begründet“, sagt Markenchef Rupert Stadler, der die Ingolstädter als Vorreiter sieht. Jetzt will er eine ganze A3-Familie schaffen.

Es ist kein Wunder, dass sich inzwischen auch BMW mit dem 1er und Daimler mit der ebenfalls pünktlich zur Genfer Messe neu aufgelegten A-Klasse in diesem Segment tummeln, denn immer mehr Menschen leben in Metropolen oder gar Megacitys. Und dort sind kleine Autos gefragt.

Das sogenannte Downsizing nimmt Volkswagen so wörtlich, dass es sogar auf den Konzernabend übertragen worden zu sein scheint. Im Mittelpunkt stehen Autos, die diesmal ganz ohne Tänzer, Trommler oder sonstige kunstvolle Choreografie präsentiert werden. Daneben stellt sich Volkswagen mit Blick auf Nachhaltigkeit, Innovation und die eigenen mehr als 500.000 Mitarbeiter als „verantwortungsvoller Weltbürger“ dar.

Sorgen macht die wachsende Konkurrenz der Premiumhersteller in der Golf-Klasse Stadler laut eigener Aussage nicht. Audis Vorteil aus seiner Sicht: „Wir haben 2,7 Millionen Kunden auf diese Entdeckungsreise mitgenommen.“ Auch Konzernchef Martin Winterkorn gibt sich im Gespräch mit Handelsblatt Online „ziemlich sicher, dass Audi da vorne bleiben wird“.

Doch Daimler-Chef Dieter Zetsche wird mit der neuen A-Klasse alles tun, damit es anders kommt. Mehr als die Hälfte der Käufer für den Einstiegswagen von Mercedes soll nach seinen Vorstellungen von anderen Marken zu den Stuttgartern kommen. „Deswegen sagen wir: Das A steht jetzt für Attacke.“

 

Während Audis A3 optisch lediglich eine Evolution des Vorgängers ist, versucht es Daimler mit der Revolution. „Sie ist neu bis ins letzte Detail“, sagt Zetsche über die A-Klasse. Mit der neuen Generation verabschiedet sich Mercedes von dem Sandwichboden-Konzept und setzt nun auf einen konventionellen Kompaktwagen. Geht es nach Zetsche, ist sie nicht der Nachfolger der beiden Vorgängergenerationen mit demselben Namen, die sich zusammen 2,1 Millionen Mal verkauft haben, sondern steht in einer Linie mit dem Mercedes 190 aus dem Jahr 1982. „Sie verjüngt unsere Marke und erweitert unsere Kundenbasis.“

Kommentare zu " Autosalon Genf: „A steht für Attacke“"

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  • Woher wissen Sie, dass die ältere Generation der B-Klassefahrer vom neuen Design nicht überzeugt sind?
    Schon mal in diese Autos geschaut und sich davon überzeugt, wer drinsitzt? ;o)

  • Ich lass mich fressen, wenn Anonymus "Crash" und Anonymus "NGH" nicht ein und dieselbe Person sind.

    Btw, die A-Klasse kontert mit dem besseren Design (und das mit Abstand), auch wenn von der Studie etas mehr weggeschnitten wurde. Auch der Innenraum ist ansprechend und stylisch.
    Alles in allem dürfte in der Tat die jüngere Generation eher von der A-Klasse angesprochen werden als vom eher drögen Design des kleinen Audis, das auf den ersten Blick keine wirklichen Überraschungen bietet.

    Dito: 1:0 für die Daimlers.

  • Welcher (deutsche) Arbeitgeber kann dich bald noch bezahlen, wenn alle nur noch verspielte japanische Elektroschüsseln kaufen?

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