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Bei Unfall mit Fahrgemeinschaft haftet oft Berufsgenossenschaft

Nach einem Unfall einer Fahrgemeinschaft auf dem Weg zum gemeinsamen Arbeitgeber bekommen die Geschädigten in der Regel kein Schmerzensgeld. Das erläutert Philipp Wendt, Verkehrsrechtsexperte beim Deutschen Anwaltverein in Berlin.

dpa/gms BERLIN. Nach einem Unfall einer Fahrgemeinschaft auf dem Weg zum gemeinsamen Arbeitgeber bekommen die Geschädigten in der Regel kein Schmerzensgeld. Das erläutert Philipp Wendt, Verkehrsrechtsexperte beim Deutschen Anwaltverein in Berlin.

„Es handelt sich hier um einen Wegeunfall, bei dem die zuständige Berufsgenossenschaft einspringt.“ Die Genossenschaft trage Behandlungskosten, zahle Krankengeld und gegebenenfalls eine Rente. Schmerzensgeld gebe es aber nicht.

Anders ist die rechtliche Lage, wenn die Mitfahrer den Arbeitsweg, aber nicht den Arbeitgeber teilen: „Bei unterschiedlichen Arbeitgebern wenden sich nach einem Unfall beide an ihre Berufsgenossenschaft“, sagt Wendt. Außerdem haften aber auch der Fahrer, der Halter und dessen Haftpflichtversicherung.

Seit 2002 gilt das auch dann, wenn der Fahrer den Schaden unverschuldet herbeigeführt hat. „Eine Personeninsassenversicherung ist deshalb heute überflüssig“, erklärt Wendt. Auch wenn dem Fahrer weder Vorsatz noch Fahrlässigkeit nachzuweisen ist, zahle seine Haftpflichtversicherung unter anderem Schmerzensgeld, wenn dies dem geschädigten Mitfahrer zusteht.

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