Citroen Méhari
Der Spaßflitzer von Bardot und de Funes

Im Süden Frankreichs ist der lustige Flitzer auch mehr als 40 Jahre nach der Markteinführung weiter das Symbol der urbanen Spaßgesellschaft.
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dpa PARIS. Gilles Dupuy parkt sein Auto vor einem belebten Strandlokal. Abschließen muß er es nicht - sein Wägelchen hat keine Türen. Nicht einmal ein Dach hat der knallgelbe Spaßflitzer. "Er kommt sogar ohne Frontscheibe aus - die läßt sich auch noch umklappen", sagt der Franzose. Méhari heißt das äußerst spartanisch eingerichtete Freizeitauto von Citroën, das gerade mal 550 Kilogramm auf die Waage bringt und von einem tuckernden 29-PS-Zweizylinder-Motörchen angetrieben wird. Seit mehr als vier Jahrzehnten genießt der unverwüstliche Kleinwagen einen steten Kultstatus.

"Das Auto ist so beliebt wie eh und je. Es gibt noch recht viele davon auf den Straßen - wir haben allein 80 000 Eigentümer als Kunden registriert", sagt Georges Marques. Seine Firma 2CV Méhari Club Cassis hat 1995 von Citroën die Markenrechte und Werkzeuge für den Méhari erworben; fünf Jahre später folgten dann auch die für die 2CV Ente, auf deren Chassis die Kunststoffkarosserie des Méhari ruht.

Weltweit hat das Unternehmen heute 200 000 Kunden, die es mit Ersatzteilen, aber auch neuwertig aufgebauten Fahrzeugen versorgt.

Der nach einem Rennkamel benannte Méhari symbolisierte einst das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Schlichtheit und Fahrspaß gingen bei dem Wägelchen mit dem angedeuteten Wellblech-Look Hand in Hand. Ein idealer Sommerflitzer für den Strand, der zwischen Côte d'Azur und Atlantikküste in den Sommermonaten ein ewiges Revival zu feiern scheint. Kein Feldweg, keine Düne, vor der er kapituliert - mit seinem Leichtgewicht besteht kaum Gefahr, im Sand zu versinken.

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