Nachrichten
Falsche Angaben zur Kfz-Laufleistung kosten Versicherungsschutz

Falsche Angaben zur Laufleistung eines Fahrzeugs kosten grundsätzlich den Schutz der Diebstahlversicherung. Das entschied das Koblenzer Oberlandesgericht (OLG).

dpa/lrs KOBLENZ. Falsche Angaben zur Laufleistung eines Fahrzeugs kosten grundsätzlich den Schutz der Diebstahlversicherung. Das entschied das Koblenzer Oberlandesgericht (OLG).

Nach dem Richterspruch gilt dies auch, wenn nicht der Fahrzeughalter selbst, sondern ein Angehöriger das Schadensformular ausgefüllt und der Versicherte es lediglich unterschrieben hat (Az.: zehn U 97/04).

Das Gericht wies mit seinem Beschluss die Klage eines Fahrzeughalters gegen seine Versicherung ab. Der Wagen des Klägers war in Polen gestohlen worden. Bei der Schadensanzeige hatte der Vater des Klägers die Laufleistung des Wagens mit 130 000 Kilometer angegeben und der Kläger das Formular unterschrieben. Nachforschungen der Versicherung ergaben jedoch, dass das Auto tatsächlich etwa 180 000 Kilometer Laufleistung hatte. Die Versicherung verweigerte daraufhin eine Zahlung.

Das OLG wertete die Leistungsverweigerung als rechtmäßig. Die Kilometerangaben seien für den Wert des Fahrzeugs und damit für die Höhe der Versicherungsleistungen von maßgeblicher Bedeutung. Ein Versicherer dürfe daher erwarten, dass diese Angaben mit großer Sorgfalt erfolgten. Als unerheblich werteten die Richter, dass der Vater des Klägers das Formular ausgefüllt hatte. Der Kläger hätte nicht blind unterschreiben dürfen, lautete ihr Argument.

dpa gla hx em yyrs löb

100 905 Nov 05

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%