GTÜ-Mängelreport
Mehr Autos verkehrsunsicher

Eigentlich kein gutes Zeichen: Mehr Autos sind bei der Hauptuntersuchung durchgefallen. Trotzdem zeigt ein aktueller Mängelreport, dass die Pkw auf deutschen Straßen sicherer werden.
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DüsseldorfEin Viertel der Autos im Straßenverkehr ist mit erheblichen Mängeln unterwegs, das geht aus dem Mängelreport der Sachverständigen-Organisation GTÜ für das erste Halbjahr 2013 hervor. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch fünf Prozentpunkte weniger. Was zunächst bedrohlich klingt, ist letztlich nur ein Ausdruck größerer Kontrolle.

Denn seit Mitte vergangenen Jahres soll eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene veränderte Bewertung der Pkw-Mängel für mehr Verkehrssicherheit sorgen.

So werden einzelne Fehler nach den neuen Vorgaben jetzt stärker bewertet. Wenn beispielsweise nur eine Bremsleuchte nicht funktioniert, war das bisher ein geringer Mangel. In der neuen Einstufung fällt das unter erhebliche Mängel. Bis zur Änderung  galt auch der falsch eingestellte Scheinwerfer als geringer Mangel, heute ist es ein erheblicher.

Und selbst ein Steinschlag in der Windschutzscheibe fällt unter diese Rubrik. Stellt ein Prüfer bei der HU erhebliche Mängel fest, bekommt das Fahrzeug keine Plakette.

An jedem vierten Pkw stellten die Prüfer schwerwiegende Sicherheitsmängel fest. Besonders häufig wurde die Beleuchtungs- und Bremsanlage sowie Räder und Reifen beanstandet.

Einige Hürden für das Erreichen einer Plakette haben sich aber auch verringert: So fällt der fehlende Heckscheibenwischer beispielsweise jetzt nicht mehr unter die Mängelliste, ebenso wie eine nur oberflächlich korrodierte Bremsleitung oder ein Sprung im Blinker/Schlusslicht.

Damit hat die neue Mängeleinstufung auch ihre positive Seite: So lag Zahl der Pkw, die die HU ohne Beanstandung absolvierten, im ersten Halbjahr bei 60 Prozent.

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