Im ersten Raum weder Auto noch Motorrad
Weißblaue Raritäten: BMW-Museum öffnet wieder

Auto- und Motorrad-Fans haben es nicht leicht in diesen Tagen. Klimadebatte und hohe Spritpreise bremsen die Lust am Fahren. Wenigstens der Betrachtung von Raritäten auf Rädern können sich Liebhaber ab Mitte Juni aber wieder uneingeschränkt widmen. Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit öffnet das BMW-Museum in München am 21. Juni wieder seine Pforten für Besucher.

dpa MüNCHEN. Auto- und Motorrad-Fans haben es nicht leicht in diesen Tagen. Klimadebatte und hohe Spritpreise bremsen die Lust am Fahren. Wenigstens der Betrachtung von Raritäten auf Rädern können sich Liebhaber ab Mitte Juni aber wieder uneingeschränkt widmen.

Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit öffnet das BMW-Museum in München am 21. Juni wieder seine Pforten für Besucher. Zu sehen gibt es eine Menge: Neben echten Sammlerstücken wie dem Oldtimer BMW 315/1 beherbergt das Museum auch liebgewonnene Alltagshelden der Wirtschaftswunderjahre wie die "Knutschkugel" Isetta oder moderne Konzeptfahrzeuge. Doch nicht nur die Exponate, sondern auch das Museum selbst lohnt den Besuch. Immerhin hat sich BMW den gesamten Umbau nach eigenen Angaben rund 80 Mill. Euro kosten lassen.

Zentrum und Blickfang des Museums bleibt die von BMW-Werk, dem "Vierzylinder"-Hochhaus und der neuen BMW Welt eingerahmte und dem Olympia-Gelände gegenüberliegende Museumsschüssel des Wiener Architekten Karl Schwanzer aus dem Jahr 1973. Sie bietet allerdings nur rund 1 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Zu wenig, um all das zu zeigen, was BMW habe zeigen wollen, sagt Museumschef Ralf Rodepeter. Deshalb wurde das Museum um den benachbarten Flachbau erweitert. Damit hat sich die Fläche auf 5 000 Quadratmeter erhöht.

Die Nähe zum Münchner Werk sei ganz bewusst gesucht worden, um die Bodenhaftung nicht zu verlieren, sagt der Museumschef. Die Architektur sei nie Selbstzweck, sondern solle den Blick auf die Exponate freigeben und ihnen Geltung verschaffen. Nicht ohne Stolz macht Rodepeter auf das gelegentlich zu spürende Vibrieren des gesamten Gebäudes aufmerksam. "Das ist das Presswerk nebenan." Auch bei der Farbgebung sei bewusst auf Dezenz geachtet worden. "Das Museum ist sehr monochrom, die Farben kommen von den Fahrzeugen."

Von außen betrachtet blieb aus Gründen des Denkmalschutzes alles beim Alten, das Innenleben des Museums wurde aber komplett neu arrangiert. Hauptanliegen des Stuttgarter Architekten Uwe Brückner war es, an Schwanzers Konzeption "Straßen und Plätze im umbauten Raum" anzuknüpfen, aber doch etwas Neues zu bieten. In der Praxis betritt der Besucher zunächst eine helle Eingangshalle, von der aus sich eine abschüssige, asphaltierte Rampe auf mehreren Ebenen durch das Museum nach unten schlängelt. Auf dem Weg kann der Besucher dabei in verschiedene, "Häuser" genannte Themenpavillons abbiegen, die sich den Themen Design, Technik, Baureihen, Unternehmensgeschichte, Motorsport, Motorradgeschichte und der Marke widmen.

Seite 1:

Weißblaue Raritäten: BMW-Museum öffnet wieder

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%