Irmscher 7 Selectra
Spaß-Drifter mit Öko-Anspruch

Ein weiterer Nachfolger des klassischen Lotus Super Seven rollt an den Start: Der Irmscher 7 Selectra fährt nur mit Strom. Der reine Fahrspaß steht aber weiter im Vordergrund.
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Düsseldorf/Anlässlich des diesjährigen Genfer Autosalons präsentiert der auf Opel spezialisierte Tuner Irmscher den 7 Selectra. Das Highlight auf dem Messestand ist ein auf dem supersportlichen Roadster Irmscher 7 basierendes Elektro-Konzept, das eine rein elektrisch betriebene Reichweite von 200 Kilometer vorweisen soll. Der 144 DC-Motor liefert dem Zweisitzer mit intelligenter Motorsteuerung über 175 kW bzw. 238 Pferdestärken, dabei steht kurzfristig ein Drehmoment von über 800 Nm zur Verfügung.

Irmscher verfolgte bei dem Elektro-Roadster-Konzept das Ziel, Batteriemanagement, Motorkontrolle, Sicherheits- und Überwachungstechnologie als ganzheitliches Konzept darzustellen. Für die Realisierung des Projektes wurden als Entwicklungspartner Messmotech in Renningen und den Elektronik-Designer Ingo Grothe gewonnen.

Angesichts des geringen Fahrzeuggewichts von 720 Kilo beim Basis-Irmscher-7 sollte auch mit dem Öko-Roadster dynamisches Fahren, das den Vergleich mit klassischen Sportwagen nicht scheuen muss, kein Problem darstellen. Ein, dem Mittelmotor ähnliches „weight balancing” mit Heckantrieb trägt wesentlich zum Fahrspaß bei. Neben dieser dynamischen Auslegung, sind aber auch „ökonomische“ Fahrmodi wählbar.

Mit an Bord sind ein elektronisches Lade-Management, das eine berührungslose automatische Aufladung der Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen ermöglichen soll und eine Infrarotheizung in der Frontscheibe. Die Batterien und die Elektronik des 7 Selectra können für Renneinsätze flüssig gekühlt werden. Die robusten Lithium-Eisen-Phosphat Zellen (LiFePo) der neuesten Generation sollen mehrere tausend Be- und Entladungen ermöglichen.
Irmscher plant den vorgestellten Technologieträger Irmscher 7 Selectra in Serie zu bauen. Der Zielpreis liegt unter 90.000 Euro. Der konventionell angetriebenen Roadster Irmscher 7 Turbo mit 265 PS kostet derzeit 65.000 Euro. Den preiswertesten 7 gibt es aber auch als Bausatz ab ca. 20.000 Euro.

In Genf zeigt das Unternehmen aus dem Remstal außerdem seinen Chevrolet Camaro i42, einen Opel Astra Sports Tourer und einen ebenfalls veredelten Peugeot RCZ.

Eine Vorschau auf Highlights des 81. Genfer Autosalons

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor

Kommentare zu " Irmscher 7 Selectra : Spaß-Drifter mit Öko-Anspruch"

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  • Colin Capman würde sich im Grabe umdrehen.
    -Kein range extender
    -22o Kg zu schwer

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