Jaguar X-C16
Kleine Raubkatze unter Strom

Mini in den Abmessungen, maxi in der Leistung: Jaguar zeigt mit zweisitzigen C-X16 Sportcoupé, wie die Zukunft der Marke mit elektrischer Extrapower aussehen könnte.
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Schwalbach/DüsseldorfJaguar lässt die "Katze" aus dem Sack und enthüllt das Geheimnis um seine auf der Frankfurter IAA (15.-25. September) Premiere feiernde, neue Coupé-Studie: Der puristisch designte Zweisitzer C-X16 ist komplett in Aluminium-Bauweise gefertigt und kommt ohne aufgesetzte Spoiler und unnötigen Zierrat aus. Auf den ersten Blick besticht er durch eine extrem sportliche Linie mit weit nach hinten versetzter Fahrgastzelle. Mit einer Länge von 4,45 Meter ist er der kleinste Jaguar seit dem Jahr 1954.

Dies gilt aber nur für die Abmessungen, denn in Sachen Leistung und Antriebstechnik ist die kleine Katze eine ganz Große. Beine macht ihr ein kraftvoller Hybridantrieb. Dessen Herzstück ist ein neu entwickelter 3,0-Liter-V6-Kompressor-Benzinmotor aus Leichtmetall mit 380 PS. Er entwickelt ein maximales Drehmoment von 450 Newtonmeter, das über ein Achtganggetriebe an die Hinterräder weitergegeben wird. Als zusätzlichen Kraftspender dient ein Elektromotor. Drückt der Pilot einen von der Formel1 inspirierten "Boost"-Knopf am Lenkrad, mobilisiert das Elektromodul für die Dauer von maximal zehn Sekunden zusätzlich 95 PS und 235 Nm an Drehmoment.

Damit sprintet der Jaguar in wahrlich raubkatzenhaften 4,4 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 300 km/h begrenzt. Der Normverbrauch wird mit 6,9 Litern auf 100 km angegeben, der CO2-Ausstoß beträgt 165 Gramm pro Kilometer. Bis zu einem Tempo von 80 km/h kann die Studie mit Hilfe von aus Stabilitätsgründen hinter den Sitzen verstauten Lithium-Ionen-Akku, die über zurückgewonnene Bremsenergie gespeist werden, kurzzeitig auch rein elektrisch fahren.

Bei allem optisch Purismus wären die Briten nicht sie selbst, wenn sie ihrem neusten Geschoss nicht noch einen gehörigen Schuss Exzentrik mit auf den Weg gegeben hätten. Für Luftzufuhr in den Innenraum sorgt beispielsweise eine Doppeldüse, die erst aus ihrer Versenkung kommt, wenn schnell kalte oder warme Luft zugeführt werden soll. Ist die vorgewählte Temperatur erreicht, ziehen sich die Düsen genauso diskret wieder in ihre Ruheposition zurück.

Ins Innere des Autos gelangt man per "Handauflegen". Die bündig anliegenden Türgriffe fahren erst elektrisch aus, wenn der Fahren in Kontakt mit den Berührungssensoren kommt. Der Marktstart der Serienversion wird für Ende kommenden Jahres erwartet. Der Preis ist noch nicht bekannt, dürfte aber deutlich über 50.000 Euro liegen.


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