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Kein Versicherungsschutz bei Diebstahl von Auto mit laufendem Motor

Ein Autofahrer, der seinen Wagen mit laufendem Motor abstellt und aus dem Blick verliert, riskiert bei einem Diebstahl den Schutz der Kaskoversicherung. Das entschied das Koblenzer Oberlandesgericht (OLG) in einem Urteil.

dpa/lrs KOBLENZ. Ein Autofahrer, der seinen Wagen mit laufendem Motor abstellt und aus dem Blick verliert, riskiert bei einem Diebstahl den Schutz der Kaskoversicherung. Das entschied das Koblenzer Oberlandesgericht (OLG) in einem Urteil.

Ein solches Verhalten sei „geradezu eine Einladung für potenzielle Diebe“, begründeten die Richter ihre am Dienstag bekannt gewordene Entscheidung. Der Autofahrer habe sich grob fahrlässig verhalten, so dass die Versicherung leistungsfrei werde (Az.: zehn U 550/03).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Zahlungsklage einer Fahrzeughalterin gegen ihre Kaskoversicherung ab. Der Ehemann der Klägerin hatte deren Wagen mit laufendem Motor stehen lassen, um sich einen Parkschein zu ziehen. Da der Parkscheinautomat um die Ecke stand, verlor er den Wagen für kurze Zeit aus dem Blick. Dies genügte offenbar Dieben, um den Wagen zu stehlen.

Als die Klägerin von ihrer Versicherung die Übernahme des Schadens verlangte, winkte diese ab. Die Klägerin müsse sich das grob fahrlässige Verhalten ihres Ehemannes anrechnen lassen. Das OLG teilte diese Ansicht.

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