London-Taxi von Nissan
Very British

Seit mehr als sechs Jahrzehnten prägen die sogenannten Black Cabs das Londoner Straßenbild. Das könnte auch in Zukunft so bleiben – hinter der schwarzen Retro-Fassade steckt dann aber vielleicht ein Nissan.
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Nissan hat seinen Kleinbus NV200 im klassischen Londoner Taxi-Stil eingekleidet. Das japanische Black Cab soll ab 2015 dem klassisch-schwarzen Kleinserienmodell LTI TX4 aus britischer Produktion Konkurrenz machen.

Anders als der bisherige Marktführer aus Coventry setzt Nissan auf günstigere und möglicherweise zuverlässigere Großserientechnik – nämlich den weltweit als Mischung aus Mini-Van und Hochdachkombi angebotenen NV200. Um diesen besser ins Straßenbild der Metropole einzupassen, haben die Japaner das zeitgenössische Design kräftig auf klassisch getrimmt.

Neben dem traditionellen schwarzen Lack erhielt der NV200 unter anderem einen großen verchromten Kühlergrill und Rundscheinwerfer im Retro-Stil. Die stammen übrigens vom Mini-SUV Juke, für den auch die gleichen Designer zuständig waren. Ebenfalls als Zugeständnis an britische Traditionalisten dürfte der Verzicht auf das Nissan-Logo am kompletten Fahrzeug gelten.

Zu den technischen Änderungen gegenüber dem Serienmodell zählt eine neue Vorderachse; sie ermöglicht, dass der Nissan den für Londoner Taxis maximal erlaubten Wendekreis von 7,6 Metern nicht überschreitet. Außerdem gibt es vergrößerte Schiebetüren, die Rollstuhlfahrern den Einstieg erleichtern sollen und ein LED-Taxischild. Passagiere dürften sich zudem über das große Panoramadach freuen, das einen guten Blick auf die Sehenswürdigkeiten der Metropole erlaubt.

Als Antrieb bietet Nissan zunächst nur einen 1,6-Liter-Benziner an, der die strengen Abgasgrenzwerte besser erreicht als der bisher von Konkurrent LTI eingesetzte Diesel, der ebenfalls von Nissan stammt. Der Verbrennungsmotor soll jedoch nur eine Übergangslösung sein; für 2015 ist bereits eine rein elektrische Version angekündigt.

Für Nissan ist das London-Taxi schon die vierte lokalisierte NV200-Variante. Bereits vorgestellt wurden entsprechende Modelle für New York, Tokio und Barcelona – jeweils in ortsüblichem Design.

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