Mietwagen-Kunde muss für Schaden aufkommen
Kein Verlass auf die Einparkhilfe

Autofahrer dürfen sich beim Einparken nicht blind auf elektronische Abstandswarner ihres Fahrzeugs verlassen. Laut einem am Montag veröffentlichten Urteil des Münchner Amtsgerichts haftet der Fahrer bei technischem oder anderweitigem Versagen der Einparkhilfe für Unfallschäden.

HB MÜNCHEN. Im vorliegenden Fall hatte der Kunde einer Fahrzeugvermietung seinen Mietwagen in einem Parkhaus beschädigt. Beim Rückwärtseinparken erkannte das Ultraschall-Abstandsgerät die Rückwand nicht, da sich dort zwischen Boden und Parkplatz-Begrenzung ein über die Stoßstange reichender Zwischenhohlraum befand.

Das Gericht verurteilte den Fahrer, der Autovermietung die vereinbarte Eigenbeteiligung von 750 Euro für den bei dem Unfall entstandenen Schaden an der Heckklappe des Mietwagens zu bezahlen.

Die zuständige Richterin betonte, dass sich Autofahrer nicht auf die Zuverlässigkeit der Warnsignale der Parkhilfe verlassen dürften. Insbesondere beim Rückwärtsfahren müsse der Fahrer den Fahrzeugabstand selbst genau im Blick behalten. Dazu gehöre neben dem Blick in die Rückspiegel und dem Umschauen gegebenenfalls ein Aussteigen aus dem Auto.

Der Schaden an dem Mietwagen wäre in diesem Fall vermeidbar gewesen, da die Hohlräume an der entsprechenden Parkhauswand sichtbar gewesen seien. (Aktenzeichen: Amtsgericht München 275 C 15658/07)

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