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Mittel gegen Radlosigkeit - Das Fahrrad vor Diebstahl schützen

Für Radfahrer ist Verlustangst ein ständiger Begleiter: Vor allem in größeren Städten werden Fahrräder gern geklaut. „Die Zahl der gemeldeten Fahrraddiebstähle bewegt sich schon seit vielen Jahren immer zwischen 420 000 und 500 000 jährlich.“

dpa/gms WETTER/BREMEN. Für Radfahrer ist Verlustangst ein ständiger Begleiter: Vor allem in größeren Städten werden Fahrräder gern geklaut. „Die Zahl der gemeldeten Fahrraddiebstähle bewegt sich schon seit vielen Jahren immer zwischen 420 000 und 500 000 jährlich.“

Das sagt Bettina Cibulski vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (Adfc) in Bremen. Das beste Mittel gegen den Fahrradklau ist zum einen der Kauf eines möglichst sicheren Schlosses. Zum anderen kommt es aber auch darauf an, wie das Fahrrad abgestellt ist.

„Bei der Anschaffung eines Fahrradschlosses stehen die Fahrer vor der Wahl, ob sie wenig Geld für wenig Schutz, oder mehr Geld für besseren Schutz investieren“, sagt Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des Zweirad Industrie Verbandes (ZIV) in Schwalbach am Taunus. „Grundsätzlich ist ein Bügelschloss immer eine gute Wahl“, erklärt Bettina Cibulski. Solche Schlösser bestehen aus einem Stahlbügel, der in einen massiven Querriegel einrastet.

„Dem voll gehärteten Stahl der Bügelschlösser können herkömmliche Werkzeuge nichts anhaben“, versichert Christian Rothe vom Schloss-Hersteller Abus in Wetter (Nordrhein-Westfalen). Der Preis der Sicherheit kann schon mal 80 Euro betragen. Der starre Bügel lässt beim Ver- und Anschließen jedoch nur eine begrenzte Zahl von Möglichkeiten zu.

Einen Kompromiss zwischen Sicherheit und Beweglichkeit stellen laut Rothe als nächste Gattung die Kettenschlösser dar. Sie bestehen aus miteinander verbundenen Kettengliedern, die ebenfalls aus gehärtetem Stahl bestehen. Ihre Beweglichkeit ermöglicht auch das Anschließen des Fahrrades an einem Baum. An dritter Stelle der Sicherheitsskala stehen dann die Panzerkabel. „Diese Schlösser haben auch noch einen sichernden Effekt“, so Rothe. „Aber man geht da schon einen Kompromiss ein - ein Profi bekommt das auf.“ Weniger sinnvoll sind nach Meinung der Fachleute so genannte Spiralkabelschlösser. „Das ist nur etwas für zwischendurch“, sagt Bettina Cibulski.

Grundsätzlich werden Fahrraddiebe eher über ein schlecht gesichertes Fahrrad herfallen. „Auf keinen Fall sollte man das Fahrrad nur mit dem Vorderrad irgendwo anschließen“, warnt Neuberger. Die üblichen Schnellverschlüsse erleichtern es einem Dieb, das Vorderrad zu demontieren und mit dem wertvollen Rest zu verschwinden. „Man schließt das Fahrrad am besten mit dem Rahmen oder auch mit Rahmen und Hinterrad gemeinsam an“, rät Neuberger. Dabei gilt laut Cibulski die Regel: Das Objekt, an das das Rad gekettet wird, ist möglichst hoch und geschlossen.

Ist das Fahrrad doch verschwunden, kann etwas Vorausplanung zumindest die Chancen für das Wiederauffinden erhöhen. „Meist gibt es beim Kauf einen Fahrradpass mit der Rahmennummer“, erläutert Siegfried Neuberger. Diese Nummer könnte die Identifizierung eines von der Polizei gefundenen Fahrrades verbessern. Nur langsam finden auch die Möglichkeiten der Fahrradcodierung Verbreitung, die eine Identifizierung erleichtern. So bietet das Unternehmen IDS Identsysteme in Crailsheim (Baden-Württemberg) ein Bikefinder genanntes System mit Mikrochip und Kennzeichnung am Fahrrad. Über eine Datenbank wird der rechtmäßige Besitzer ausgemacht.

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