Modelle sind zu teuer
Dreiliterautos finden zu wenige Käufer

Die Dreiliterautos stehen vor dem Aus. Sie sind zu teuer und finden zu wenige Kunden. Audi und VW konnten den Kraftstoffverbrauch bei ihren Modellen nur durch eine aufwendige Optimierung der Motoren und durch leichtere Werkstoffe in der Karosserie erreichen. Das trieb den Preis in eine Höhe, die der Kunde nicht bereit ist zu bezahlen.

HB DÜSSELDORF. „Der Ruf nach niedrigem Spritverbrauch ist zwar schnell da. Aber wenn dann ein Modell beim Händler steht, entscheiden sich viele Käufer doch für die herkömmliche Technik“, sagt Markus Arand, Produktsprecher von Volkswagen. Tatsächlich wollten seit Serienstart 1999 nur knapp acht Prozent der Lupo-Käufer die Sparausführung haben – rund 26 000 von insgesamt 334 000 verkauften Lupos fahren heute auf den Straßen.

Andrea Gärtner, Verkehrsexpertin beim Automobilclub ADAC, verwundert das nicht: „Dreiliterautos sind einfach zu teuer.“ Der Dreiliter-Lupo kostet rund 2 500 Euro mehr als ein vergleichbarer Lupo. Noch schleppender verkauft sich der Audi A 2 1,2 TDI. Den wollten seit seiner Markteinführung im Jahr 2001 nur gut 5 900 Käufer haben. „Sparsamkeit fängt eben schon bei der Anschaffung an“, sagt Andrea Gärtner. Und die schlägt beim A 2 mit immerhin 18 900 Euro zu Buche.

Die Plakette Dreiliterauto darf sich in Europa jedes Auto anheften, das auf einem Kilometer weniger als 90 Gramm des Klimagases Kohlendioxid aus dem Auspuff bläst. Dieser Wert entspricht einem Spritverbrauch von etwa drei Litern, und damit lässt sich der Spar-Lupo bei sanftem Gasfuß durchaus 100 Kilometer fahren. Spritsparender als herkömmliche Lupos ist der 3L TDI vor allem wegen seines geringeren Gewichts. Durch die Verwendung von leichteren Metallen im Karosseriebau sank das Leergewicht auf 854 Kilogramm. Heckklappe und Lenkrad sind sogar aus teurem Magnesium.

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