Neue C-Klasse soll Wende bringen
Mercedes bedrängt BMW

Drei Jahre nach dem Wachwechsel schickt sich Daimlers Nobelmarke Mercedes wieder an, an der Spitzenposition des Erzrivalen BMW im Premiumsegment zu rütteln. Mit einer neuen Generation der C-Klasse, die ab 31.März in Deutschland in den Autohäusern steht, will Daimler-Chrysler der Konkurrenz Kunden abjagen.

VALENCIA. „Die neue C-Klasse hat das Zeug dazu, der BMW 3er-Reihe als bisherigem Marktführer in diesem Segment die Rücklichter zu zeigen“, sagte Mercedes-Vertriebschef Klaus Maier dem Handelsblatt im spanischen Valencia.

Die aktuelle C-Klasse ist mit einem Gesamtabsatz von über zwei Millionen Fahrzeugen die volumenstärkste Baureihe von Mercedes. Seit der Markteinführung der Baureihe 190, dem so genannten Baby-Benz, vor 25 Jahren wurden insgesamt sechs Millionen Einheiten dieser Reihe verkauft.

Für Mercedes und BMW steht beim Kampf um die Mittelklasse viel auf dem Spiel. Fast jeder zweite verkaufte BMW ist ein 3er, das Modell ist derzeit so etwas wie die Zugmaschine im Konzern. Bei Daimler ist es ähnlich: Fast jeder dritte verkaufte Mercedes war 2006 eine C-Klasse. Doch die Stuttgarter wollen mehr, und Branchenexperten trauen der überarbeiteten Produktlinie ein Absatzpotenzial von 400 000 Stück im Jahr zu, nach nur 332 100 Wagen im Vorjahr. Die erste Resonanz auf das Modell, dessen Varianten sich optisch deutlich differenzieren, ist zumindest gut: Der Autobauer meldete 60 000 Vorbestellungen und liegt damit über den Vergleichszahlen des Vorgängermodells.

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Analysten sehen vor diesem Hintergrund bereits im Kampf um die Spitzenposition im Premiummarkt sich einen Führungswechsel anbahnen. Denn da BMW dieses Jahr nicht mit großen Modellneuerungen aufwarten kann, dürfte die Marke mit dem Stern 2007 wieder ein höheres Absatzwachstum verbuchen als die Bayern, glaubt Robert Heberger von Merck Finck. Das könnte bedeuten, dass Mercedes die Bayern auch in absoluten Absatzzahlen wieder überrundet. „Bei BMW waren wir vom Produktzyklus extrem verwöhnt“, erläuterte der Experte.

Doch nun werde die Modellpipeline schwächer. Bei Mercedes sei es umgekehrt. Nach dem Facelift der E-Klasse und dem Start der neuen S-Klasse sei mit der C-Klasse die dritte margenstarke Modellreihe neu gestartet, die nun Wachstum brächte. Der Prestigekampf um den Thron im Premiumsegment wird damit im laufenden Jahr zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Schon 2006 lagen zwischen den Konkurrenten keine Welten mehr: Mercedes verkaufte weltweit rund 1 148 500 PKW, BMW (ohne Rolls-Royce und Mini) 1 185 088 Autos.

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