Neue KFZ-Tarife sorgen für Unruhe – Insbesondere Beamte als Kunden umkämpft
Autoversicherer sehen Preissenkung der Allianz als Kampfansage

Die Autofahrer können mit sinkenden Versicherungsbeiträgen rechnen. Den Anfang macht Marktführer Allianz, der die Preise für Neukunden zum Teil kräftig absenkt.

cbu/rl MÜNCHEN/DÜSSELDORF. Das wird von der Konkurrenz durchweg als Kampfansage aufgefasst, auch wenn die Allianz dies bestreitet. „Vieles deutet auf den Beginn eines neuen Preiskampfes hin, zumal es nach unseren Erkenntnissen nicht nur um die Beamtentarife geht,“ sagte Rolf-Peter Hoenen, Chef der Huk-Coburg, am Wochenende dem Handelsblatt. Er ergänzt: „Wir werden darauf mit einer angemessenen Antwort reagieren“, das heißt mit einem „preislich attraktiven Tarif“. Die Huk ist Deutschlands zweitgrößter Autoversicherer und hat dem Marktführer schon viele Kunden abgeworben.

„Wir wollen keinen Preiskrieg anzetteln“, sagte ein Allianz-Sprecher. Er bestätigte aber, dass künftig stärker individuelle Merkmale wie etwa die Fahrleistung bei der Tarifberechnung berücksichtigt werden sollen. Dies könnte bei einzelnen Kunden zu Preissenkungen führen. Zudem würden künftig unterschiedliche Tarife für Beamte und andere Kunden aus dem öffentlichen Dienst angeboten. Dabei könnte es im Extremfall zu Preissenkungen von bis zu 30 Prozent kommen. Betroffen wären weniger als ein Prozent der Allianz-Kunden. Nach ersten Berechnungen der Huk handelt es sich aber nicht nur um eine Verbilligung für Beamte. „Vielmehr deutet alles auf eine generelle, zweistellige Niveauabsenkung hin“, sagte ein Huk-Sprecher. Die Coburger sind traditionell stark im öffentlichen Dienst.

Die Allianz hat in Deutschland rund 8,8 Mill. KFZ-Verträge, zuletzt haben die Münchener etwa 200 000 Kunden eingebüßt. Der Trend hält an, noch immer übertreffen die Stornierungen die Neuverträge, heißt es in München.

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