Neue Maut-Pflicht
Österreich schließt die letzte Lücke

Bislang konnte man ohne ein „Pickerl“ über die österreichische Inntalautobahn von Kiefersfelden nach Kufstein fahren. In diesem Winter müssen sich Urlauber umstellen.
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Während hierzulande dauernde Uneinigkeit über die Pkw-Maut herrscht, hat Transferland Österreich die letzten Vignetten-freien Autobahnkilometer mit einem Durchfahrtsentgelt belegt. Wer bislang mautfrei vom bayrischen Kiefersfelden bis Kufstein-Süd in Tirol gefahren ist, muss sich ab dem 1. Dezember auch für die rund fünf Kilometer ein „Pickerl“ kaufen.

Auf der österreichischen Inntalautobahn A12 werden dann in diesem Bereich die Vignettenkontrollen aufgenommen. Wer beispielsweise in die Ferienregion „Wilder Kaiser“ oder „Kitzbüheler Alpen“ fährt, konnte bisher ohne Gebühr von der deutschen Grenze bis Kufstein fahren.

Ab 1. Dezember kostet eine Pkw-Vignette für zehn Tage 8,50 Euro. Kaufen kann man sie im Internet, an Tankstellen im Grenzbereich oder bei Automobilclubs. Wer ohne Plakette erwischt wird, zahlt eine „Ersatzmaut“ von 120 Euro.

Kommentare zu " Neue Maut-Pflicht: Österreich schließt die letzte Lücke"

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  • @ rumpelstilzchen
    in deutschlnad wird nicht abgezockt- hier sind die öffentlichen verwaltungen und die politiker anständig und sozial. sie verzichten lieber selbst auf vieles als die menschen zu belasten. während man in der erziehung fröhlich verbreitet, dass man das positive verstärken und schwächen übergehen soll, wird bei kurzparkern oder 5km geschwindigkeitsüberschreitungen sofort kassiert.

  • das sind die dinge, die bei mir die große liebe zu europa entfachen: österreich - und andere länder- kassiert seit jahren und wenn deutschland eine gebühr für auslaänder erheben will ist das diskriminierend und seehofer wird ausgelacht.
    das natürlich die europäischen behörden besser als die deutschen wissen, wer in deutsche sozialsysteme einwandert und ob diese in den deutschen staat integrierbar sind versteht sich von selbst.

  • Die Ösis - besser die "Fachleute" von der ASFINAG - wissen wirklich, wie man den Deutschen das Geld aus der Tasche zieht. Denn praktisch überwiegend nur Deutsche fahren doch zum "Wilden Kaiser" oder nach Scheffau, Kitzbühel oder St. Johann etc. Ich fahre dann nicht mehr dorthin, und ich kenne viele, die es mir gleichtun.

    Die ASFINAG begründet die Mautpflicht für die 4-5 Kilometer bei Kufstein damit, daß jetzt auch die Korridor-Vignette am Pfändertunnel wegen der 2. Röhre weggefallen sei und damit dort eine volle Maut erhoben wird. So sei es nicht mehr hinzunehmen, daß Kufstein mautfrei bliebe.

    Was hat denn die Situation bei Bregenz am Pfänder mit der Kufsteiner Strecke zu tun? Gar nichts! Ist überhaupt nicht vergleichbar. Reine Abzocke!

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