Neuheiten beim Autosalon
Ford setzt nicht nur auf Vernunft

Ford zeigt beim Genfer Autosalon die neue Generation des Kompakt-SUV Kuga, ebenfalls neu ist die Serienfassung des B-Max. Wer aber Dynamik sucht, liegt beim sportlichen Ableger des Fiesta mit Turbobenziner richtig
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GenfNeuer Fiesta: Nach fünf Jahren Pause wird Ford ab Anfang 2013 wieder einen sportlichen Ableger des Fiesta anbieten. Als ST bekommt der Kleinwagen einen Turbobenzinmotor mit 1,6 Litern Hubraum, Direkteinspritzung und 132 kW/180 PS. Das kündigte der Hersteller bei der Fahrzeugpräsentation auf dem Genfer Autosalon an. Das Aggregat leistet 20 Prozent mehr als der 2,0-Liter-Motor im Vorgängermodell. Zugleich soll der Verbrauch um ein Fünftel zurückgehen.

Noch offen ist der Preis für das neue Topmodell der Baureihe. Die Höchstgeschwindigkeit des neuen Fiesta ST gibt Ford mit mehr als 220 km/h an. In weniger als sieben Sekunden soll der Dreitürer aus dem Stand Tempo 100 erreichen. Im Vergleich zum herkömmlichen Fiesta haben die Kölner den ST um 15 Millimeter tiefer gelegt und auf ein Sportfahrwerk gestellt.

Eine Fahrdynamikregelung und das dreistufig einstellbare ESP unterstützen den Fahrer bei flotter Fahrt. Damit es zum Beispiel Fahranfänger nicht übertreiben, montiert Ford das neuartige MyKey-System: Diese Elektronik ermöglicht es, Motor- und Fahrleistungen des Fiesta ST zu begrenzen und die Deaktivierung wichtiger Fahrerassistenzsysteme zu verhindern.

Serienmäßig hat das Sportmodell außerdem ein sprachgesteuertes Kommunikations- und Entertainment-System an Bord.

Zweite Generation des Kuga: Zum Jahreswechsel 2012/2013 bringt Ford außerdem die zweite Generation des Kuga in den Handel. Das Kompakt-SUV ist ebenfalls erstmals beim Genfer Autosalon zu sehen. Allerdings unterscheidet sich das Fahrzeug, das anders als der Vorgänger immer mit Allradantrieb ausgeliefert wird, nur in Details von der US-Variante Ford Escape, die bereits präsentiert wurde.

Den Angaben zufolge bietet der optisch aufgefrischte Kuga mehr Platz im Innenraum und technische Lösungen, die den Autofahreralltag bequemer machen sollen. Dazu zählen die Heckklappenverriegelung, die sich freihändig per Fußbewegung an einem Sensor unter dem hinteren Stoßfänger öffnen lässt, und Rücksitze, die sich auf Knopfdruck zu einer ebenen Ladefläche zusammenfalten. Das Kofferraumvolumen des Fünftürers wächst gegenüber dem aktuellen Modell um 82 auf 492 Liter.

Zur Serienausstattung zählen eine aktive Fahrdynamikregelung und ein Kommunikations- und Entertainment-System mit Notrufassistent, der bei einem Unfall die örtlichen Rettungskräfte alarmiert. Bei der Markteinführung werden Kunden die Wahl zwischen zwei Varianten eines 2,0 Liter großen Diesels mit 103 kW/140 PS und 120 kW/163 PS haben.

Außerdem ist ein Benzindirekteinspritzer mit 1,6 Liter Hubraum vorgesehen, der im aktuellen Focus und C-Max wahlweise auf 110 kW/150 PS oder 134 kW/182 PS kommt. Die Motorkraft verteilt ein intelligenter Allradantrieb je nach Straßenbedingungen automatisch auf die Räder. Preise für den neuen Kuga gibt es noch nicht.

Kleinwagen-Van B-Max: Ab Herbst bietet Ford mit dem B-Max auch einen neuen Van im Kleinwagensegment an. Das Modell soll ab rund 16 000 Euro kosten, hieß es aus Unternehmenskreisen. Der 4,06 Meter lange Fünfsitzer basiert auf dem Fiesta und soll sich unter anderem durch ein innovatives Türkonzept von kleinen Familienautos wie dem Opel Meriva oder Citroën C3 Picasso abheben. Weil Ford auf eine B-Säule verzichtet und hinten Schiebetüren einsetzt, lässt sich auf beiden Fahrzeugseiten ein 1,50 Meter breiter Zugang öffnen.

Die beim Genfer Autosalon gezeigte Serienfassung des B-Max greift Designmerkmale des sportlichen S-Max auf. Die Fahrzeugfront ziert das neue Markengesicht mit großem Kühlergrill, das Heck fällt steil ab. Innen lässt sich die geteilte Rückbank mit einer Hand umklappen. Sechs Motorenvarianten sind verfügbar. Als zweite Baureihe nach dem Focus bekommt der kleine Van die neuen EcoBoost-Benzindirekteinspritzer mit 74 kW/100 PS und 88 kW/120 PS, die immer mit einem Start-Stopp-System kombiniert sind.

Die stärkere Variante des Dreizylinders soll sich im Schnitt mit 4,9 Litern begnügen (CO2-Ausstoß: 114 g/km). Daneben wird es Benziner mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum geben, die 66 kW/90 PS und 77 kW/105 PS leisten. Dieselfahrer haben die Wahl zwischen zwei Aggregaten mit 1,5 Liter Hubraum und 55 kW/75 PS sowie 1,6 Liter und 70 kW/95 PS.

Der größere Selbstzünder ist mit einem Normverbrauch von 4,0 Litern (CO2-Ausstoß: 104 g/km) der sparsamste Motor. An Bord ist ein Notbremsassistent für den Stadtverkehr und eine Notrufautomatik, die nach einem Unfall die Rettungskräfte alarmiert. Ein neues Multimediasystem soll SMS vorlesen und Standardantworten verschicken.

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