Nissan Leaf im Dauertest
Reichweite schrumpft mit den Jahren

Das Reichweitenversprechen der Hersteller von Elektroautos gilt nur für Neuwagen. Mit den Jahren sinkt die Reichweite, wie jetzt ein Dauertest des ADAC mit einem Nissan Leaf zeigt.
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Bei Elektroautos setzen die Hersteller bei der Akku-Technik meist auf Lithium-Ionen-Zellen, die unter anderem den Vorteil bieten, nicht unter dem Memory-Effekt zu leiden. Dennoch nimmt über einem längeren Zeitraum die Leistungsfähigkeit auch dieser Batterien ab, wie jetzt der ADAC in seinem Dauertest mit einem Nissan Leaf bestätigt.

Demnach erlaubte der Stromspeicher zu Beginn der Testphase noch Reichweiten von bis zu 113 Kilometer. Nach fünf Jahren, 80.000 gefahrenen Kilometern und 1.450 Ladezyklen ist das Reichweitenfenster auf 90 Kilometer geschrumpft. Dies zeigt sich laut ADAC im Praxiseinsatz wie auch auf dem Messprüfstand. Der Kapazitätsverlust liegt damit bei 11 Prozent.

Neu ist die Erkenntnis des Automobilclubs nicht, denn viele Hersteller von Elektroautos räumen einen schleichenden und unaufhaltsamen Ermüdungseffekt der Akkus ein. Dieser ist vor allem von der Zahl der Ladungen abhängig, denn mit jedem Aufladen büßt die Batterie ein wenig ihrer Kapazität ein. Wer täglich lädt, muss mit rund 2,5 Prozent Leistungseinbußen pro Jahr rechnen.

Insofern dürfte eine täglich geladene Batterie nach zehn Jahren noch über 70 bis 75 Prozent ihrer Ursprungskapazität verfügen. Wer sich also ein Elektroauto kaufen will, sollte bedenken, dass sich bei der aktuellen Batterietechnik mit den Jahren das Reichweitenfenster verkleinert.

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