Rückkehr in Fiat-Konzern
Willkommen daheim, Ferrari

Ferrari feiert in Maranello bei Modena bereits die Rückkehr des Sportwagenherstellers in die Fiat-Familie. Doch momentan liegen die fehlenden 29 Prozent noch in den Händen der Mediobanca. Auf einen Zeitplan will man sich deshalb noch nicht festlegen.

MARANELLO. Blondinen in roten Hosen und Ferrari-Rennjacken, das neue 599-Modell gleich neben dem Podium und weiß gedeckte Tische mit roten Gardenien in der Mitte. Selbst die Mülleimer sind Ferrari-rot. Rund siebentausend Menschen sind in die raumschiffförmige Halle nach Maranello gekommen, um der eigenen Oskar-Verleihung des Rennwagenherstellers Ferrari beizuwohnen. Insgesamt vier Prämien gehen in verschiedenen Kategorien an die besten Zulieferer des Sportwagenherstellers.

Beim jährlichen „Podio Ferrari“ in Maranello, eine halbe Autostunde von Modena entfernt, feiert Ferrari vor allem sich selbst – und in diesem Jahr auch die Rückkehr in die Fiat-Familie. „Wir werden Ferrari nach Hause zurückholen“ ruft der Präsident des Rennwagenherstellers Luca Cordero di Montezemolo, der gleichzeitig auch Präsident des Mutterkonzerns ist, in den Saal hinein. Und der Applaus will nicht aufhören.

Bereits in den vergangenen Wochen hat der Fiat-Vorstandsvorsitzende Sergio Marchionne gesagt, dass er die 29 Prozent an Ferrari zurückkaufen will, die noch in den Händen der Mediobanca liegen. Vor vier Jahren hatte der italienische Autokonzern inmitten seiner schweren wirtschaftlichen Krise den Anteil an die Bank verkauft. Ende Juni läuft nun die Rückkauf-Option aus, und da Fiat mittlerweile wieder auf dem Weg der Besserung ist, hat das Management beschlossen, sich den Anteil wieder einzuverleiben. Mit dem Rückkauf wird Fiat 95 Prozent der Ferrari-Anteile halten, die fünf Prozent der Aktien, die in den Händen des arabischen Investors Mubadala liegen, wird Fiat nicht zurückkaufen.

„Fiat hat sich entschieden, Autos, Lastwagen, Busse, Traktoren und ganz besondere Autos zu bauen. Deshalb ist der Rückkauf der Ferrari-Anteile eine strategische Entscheidung“, erklärt Montezemolo in der für das Ereignis umgebauten Halle, in der sonst die Lastwagen mit den Lieferungen für die Formel-1-Wagen ankommen. Der geplante Aktienkauf sei die Bestätigung, dass Ferrari zum Kerngeschäft gehört – nachdem in den vergangenen Jahren auch Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Sportwagenherstellers aufgekommen waren.

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