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Schmerzensgeld auch bei Leidensverschlimmerung nach Unfall

Wenn sich bei einem Unfall eine schon vorhandene Erkrankung verschlimmert, kann dies zu einem Anspruch auf Schmerzensgeld führen. Das entschied das Saarländische Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken in einem Urteil, so die Zeitschrift „OLG-Report“.

dpa SAARBRüCKEN. Wenn sich bei einem Unfall eine schon vorhandene Erkrankung verschlimmert, kann dies zu einem Anspruch auf Schmerzensgeld führen. Das entschied das Saarländische Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken in einem Urteil, so die Zeitschrift „OLG-Report“.

Maßgeblich sei allein der Nachweis, dass sich ein schon vorhandenes Leiden wegen eines Unfalls verschlimmert habe, heißt es in dem veröffentlichten Richterspruch (Az.: vier U 72/04-15/05). Das Gericht gab mit seinem Urteil der Schmerzensgeldklage eines Autofahrers statt, der mit einem anderen Auto zusammengestoßen war. Neben einer Verletzung im Halswirbelbereich klagte er anschließend über Rückenbeschwerden. Ärztliche Untersuchungen ergaben allerdings, dass der Kläger schon vor dem Unfall an Bandscheibenschäden gelitten hatte. Die Versicherung des Unfallverursachers argumentierte, die Rückenschmerzen seien keine Folgen des Unfalls und zahlte daher nur rund 750 Euro an Schmerzensgeld.

Das OLG befand jedoch, dem Kläger stünden 7 500 Euro zu. Zwar sei es richtig, dass ein Unfallverursacher, der einen kranken Menschen schädige, nicht so behandelt werden könne, als habe er einen gesunden Menschen verletzt. Maßgeblich sei in diesen Fällen allein, ob sich ein schon vorhandenes Leiden wegen der Verletzung verschlimmert habe. Dies sei beim Kläger der Fall.

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