Sotheby’s versteigert Mini-Oldtimer
Viel für Peel

Peel P50 und Trident gelten als die kleinsten Serienautos der Welt. In Sachen Wertsteigerung stehen die 60er-Jahre-Kuriositäten hingegen für Gigantismus. Im August werden gleich zwei davon versteigert.
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In Benzingesprächen taucht die Isle of Man meist im Zusammenhang mit dem legendären Motorradrennen TT auf. Das kleine autonome Eiland kann aber auch in Sachen Autobau mit einer äußerst kuriosen Episode unterhalten.

In den frühen 60er-Jahren wurden nämlich auf Man mit dem Peel P50 und Trident die kleinsten Serienautos der Welt produziert. Insgesamt haben die kleine Manufaktur keine 100 Fahrzeuge verlassen, einige Dutzend Exemplare überdauerten die vergangenen fünf Jahrzehnte. Am 18. August werden zwei dieser Originalfahrzeuge, ein Trident und ein P50, in Pebble Beach von Sotheby’s versteigert.

Die zur Auktion stehenden Fahrzeuge wurden im Jahr 2014 in England gekauft und umfangreich restauriert. Beide tragen noch historische britische Nummernschilder und sind für den Verkehr zugelassen. Der einstige Neupreis des P50 lag bei nur 199 Britischen Pfund, weshalb ihn Peel einst auch mit dem Slogan „almost cheaper than walking“ bewarb.

Insofern dürften die beiden englischen Kuriositäten am Auktionswochenende vom 18./19. August eine atemberaubende Wertsteigerung erleben: Sotheby’s erwartet einen Mindesterlös von 90.000 bis 120.000 US-Dollar, was rund 80.000 bis 100.000 Euro entspricht.

Es könnte aber noch deutlich teurer werden, denn 2013 hat ein P50 auf einer Auktion über 120.000 Dollar erzielt, 2016 waren es sogar 176.000 Dollar.

Dafür bekommen die Neubesitzer ein in Sachen Technik und Komfort extrem spartanisches Mobil. Der P50 wird von einem 49-ccm-Zweitakt-Einzylinder angetrieben, der über eine Dreigangschaltung 4,5 PS ans Hinterrad drückt.

Da die Konstruktion nur 56 Kilogramm wiegt, sind für den Stadtverkehr ausreichende 61 km/h möglich. Unter anderem hat man bei der Einfachkonstruktion auf einen Rückwärtsgang verzichtet.

Will man das Auto in einer Parklücke bugsieren, muss man einfach aussteigen und den P50 an einem dafür vorgesehen Griff in selbige hineinziehen. Die Parkplatzsuche wird sich mit dem Zwergmobil angesichts der nur 1,34 Meter kurzen Karosserie übrigens sehr einfach gestalten.

Deutlich aufwendiger gebaut war der immerhin 150 Kilogramm schwere Trident, der zumindest theoretisch sogar als Zweisitzer ausgelegt war. Charakteristisch für den 1,90 Meter langen „Dreizack“ ist seine 360-Grad-Verglasung der Fahrgastzelle.

Der für Kleinwagen inflationär verwendet Kosename Knutschkugel scheint hier angesichts des Bubble-Dachs zutreffender denn je. Wie beim P50 wurde das Dreirad von einem kleinen DKW-Zweitakter angetrieben, der mit seiner Leistung maximal 45 km/h erlaubte.

Die Fahrt mit einem Trident dürfte ein eher zweifelhaftes Vergnügen sein, doch dafür wird ein Peel wie kaum ein anderes Auto Aufmerksamkeit entfachen.

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