Sportwagenhersteller
Neuer Schlag für britische Autoindustrie

Der Niedergang der heimischen Autoindustrie in Großbritannien setzt sich fort. Der Sportwagenhersteller TVR gab bekannt, dass er sein Werk in Blackpool schließen wird.

dih LONDON. Die Zentrale und die Entwicklungsabteilung blieben im Lande, doch über die künftige Produktion sei noch nicht entschieden. Die Gewerkschaft T & GWU fürchtet nun, dass die Produktion ins kostengünstigere Ausland geht. TVR beschäftigt 260 Mitarbeiter, gut 70 davon hat das Unternehmen bereits entlassen. Eigentümer des Nischenproduzenten ist der junge russische Unternehmer Nikolai Smolensky.

TVR ist einer der letzten nennenswerten englischen Sportwagenhersteller, die zu keinem großen Konzern gehören. 1947 von dem Ingenieur Trevor Wilkinson gegründet, hat er sich im Laufe der Jahrzehnte einen Ruf als Hersteller erschwinglicher, handgefertigter Hochleistungswagen erarbeitet. Mit selbst entwickeltem Motor und ultraleichtem, aerodynamischem Kunststoffchassis erreichen die TVR-Spitzenmodelle eine Beschleunigung wie Ferrari oder Porsche. Die Nachfrage soll Medienberichten zufolge zuletzt eingebrochen sein, doch das Unternehmen bezeichnete sie als seit Jahren stabil. TVR befinde sich in guter finanzieller Verfassung.

Für die traditionsreiche englische Autoindustrie ist die Entscheidung von TVR ein weiterer Rückschlag nach dem Zusammenbruch von Rover, dem Verkauf der historischen Jaguar-Zentrale und der Schließung des Peugeot-Werks bei Coventry

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