SsangYong Actyon Sports
Raum ist in der kleinsten Nische

Mit dem neuen Actyon Sports belebt der koreanische Hersteller SsangYong das sehr überschaubare Segment der Pickup. Vor allem der Antrieb, ein Diesel aus Österreich, beeindruckt.
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StahlhofenPickups haben hierzulande – ganz im Gegensatz zu den USA – ein Arbeitstier-Image. Und die bei uns bisher vorwiegend angebotenen Modelle aus Japan glänzten vorwiegend mit eher rustikalem Charme und gaben das Mauerblümchen. Mit dem Erscheinen des VW Amarok hat sich das gebessert.

Wer den Mut dazu hat, kann sich jetzt mit einem entsprechend aufgebrezelten Pickup als Trendsetter auf den Flaniermeilen inszenieren. Wenn man das mit Hilfe eines SsangYong tun will, ist man ab relativ günstigen 19.900 Euro mit von der Partie.

Nach einem Chapter-11-Intermezzo des Stammhauses im Jahr 2008 und der folgenden Insolvenz des deutschen Importeurs geht es wieder aufwärts. Die belgische Alcopa-Handelsgruppe baut wieder ein Händlernetz in Deutschland mit derzeit 100 Partnern auf, und bei SsangYong wurden im Vorjahr 124.000 Autos gebaut.
Im Gegensatz zu früheren SsangYong-Modellen, die den Geschmack nicht-koreanischer Käufer höchstens partiell trafen, wirkt der neue Actyon Sports sehr frisch im Design und könnte durchaus als Europäer durchgehen. Mit 4,99 Meter Außenlänge bleibt er rund 25 Zentimeter unter dem VW Amarok und ist auch kürzer als Ford Ranger, Mazda BT-50 oder Toyota Hilux. Immerhin erreicht er mit seiner Zuladung von 683 Kilogramm in der Allradversion fast den Amarok (690 kg), allerdings bei weitem nicht dessen japanische Konkurrenten.

In der Innenausstattung schafft der Actyon Sports den Spagat zwischen Arbeitstier und Familienauto recht gut. Das Interieur aus schwarzem Kunststoff mit großen, glatten Flächen am Armaturenbrett wirkt pflegeleicht, aber nicht zu nüchtern, und die überschaubare Armaturenlandschaft würde auch gut zu sportlicheren Autos passen. Langbeinige Fahrer werden wahrscheinlich die Sitzflächen der gut konturierten Sitze etwas zu kurz finden, aber das ist ein fast generelles Problem von Autos fernöstlicher Herkunft.

Es geht im Innenraum relativ leise zu, die gute Geräuschdämmung verleiht dem Actyon Sports einen zivilen Charakter, und im Fond der Doppelkabine des Fünfsitzers wird es nur in der Mitte etwas eng. Auch der Fahrkomfort entspricht zivilen Ansprüchen. Der Actyon Sports mit seinen 16-Zoll-Rädern federt für einen Pickup bemerkenswert gut und tut sich nur beim Ansprechen auf kurze Querfugen etwas schwerer.

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