Startsignal ist der Produktionsbeginn in der Slowakei
Autobauer Kia plant Offensive in Europa

Während die europäischen Massenhersteller unter Überkapazitäten leiden, bauen die Asiaten ihr Geschäft auf dem Binnenmarkt Europa zügig aus. Die koreanische Hyundai-Tochter Kia plant, die Verkäufe in Europa in den kommenden drei Jahren auf 550 000 fast zu verdoppeln.

hof FRANKFURT. Das kündigte Jean-Charles Lievens, der Chef des Kia-Europageschäfts, am Dienstag auf der Automobil-Jahrestagung des Handelsblatts in Frankfurt an. Basis für den Markterfolg soll ein neues Werk in der Slowakei bilden, das ab 2007 jährlich 300 000 Autos produzieren soll.

Schon im laufenden Jahr ist Kia mit einem Absatzzuwachs von 58 Prozent die am schnellsten wachsende Marke auf dem europäischen Markt. Damit bewegen sich die Koreaner beim Marktanteil bereits jetzt auf Augenhöhe mit etablierten Marken wie Volvo, Mazda und Honda. Saab, Alfa Romeo und Lancia haben sie mit einem Anteil von 1,5 Prozent bereits deutlich hinter sich gelassen. Für Kia ist Europa damit zum größten und bedeutendsten Markt in Übersee geworden, sagte Lievens. Mit der geplanten Europa-Zentrale in Frankfurt, der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Rüsselsheim und der Produktion in der Slowakei hofft der Autobauer, stärker als einheimische Marke wahrgenommen zu werden: "Wir wollen die europäischste unter den koreanischen Marken werden", beschrieb Lievens die Strategie. Insgesamt 1,2 Mrd. Euro Investitionen lasse sich Kia seine Europa-Offensive kosten, berichtete Lievens.

In der Slowakei soll ein neues Kia-Modell für die Kompaktklasse, später auch ein kleiner Geländewagen vom Band laufen. Kia folgt damit seinen Wettbewerbern, die Osteuropa längst als Fertigungsstandort entdeckt haben. Lievens begründet die Standortwahl mit den niedrigen Kosten, aber auch mit der Nähe an den stark wachsenden Märkten in Zentral- und Osteuropa. Kia erhielt nach früheren Angaben zudem als Subvention 15 Prozent der Investitionen. Zusätzlich soll jede der direkten 2 400 Arbeitsstellen von der Regierung durch Zuschüsse gesponsert werden.

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