Tuning World Bodensee
Tuning-Branche setzt 4,5 Milliarden um

Mit der Entwicklung beim Autotuning sind die Verbände sehr zufrieden. Rund 4,5 Milliarden Euro entfielen 2011 auf optische und technische Fahrzeugveredelungen. Der Trend sollte sich in diesem Jahr fortsetzen.
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FriedrichshafenMit der Entwicklung beim Autotuning ist der Verband der Automobil Tuner (VDAT) und der Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) zufrieden. Insgesamt 4,5 Milliarden Euro entfielen 2011 auf optische und technische Fahrzeugveredelungen. Der gute Trend setzt sich in diesem Jahr fort. Stark gefragt sind Felgen-Reifen-Kombinationen.

Aber auch Motortuning war gefragt. Für 2012 sind die Auotverschönerer zuversichtlich, trotz Eurokrise, steigender Kraftstoffpreise und gewachsenem Sparverhalten in einigen wichtigen Exportländern.

Laut den Branchenverbänden wird die "Tuning World Bodensee" vom 28. April bis 1. Mai in Friedrichshafen nicht nur die gute Marktstimmung widerspiegeln, sondern auch den Trend hin zu mehr Leistung und Individualität ohne Abstriche bei der Sicherheit. "Die Fans wünschen sich mehr Motorpower und zugleich einen geringeren Spritverbrauch, was kein Widerspruch sein muss", bestätigt Harald Schmidke, VDAT-Geschäftsführer.

Der Drang zu stärkeren Motoren habe sich vom Neuwagenmarkt auf das Tuning durchgeschlagen. Immer mehr Modelle, die serienmäßig mit Motoren für Geschwindigkeiten jenseits von 240 km/h ausgestattet sind, verlassen die Produktionsbänder. Somit verändere sich die High-Speed-Grenze immer weiter nach oben. Ein R8 von Audi beispielsweise ist bereits von Haus aus über 300 km/h schnell. "Dieser Trend bei Neuwagen beeinflusst natürlich die Tuningbranche", sagt Schmidke.

In der Tuningbranche gewinne auch der Export an Bedeutung. Aufgrund innovativer Lösungen in Sachen Technik und Optik sowie der besonderen Fertigungsqualität bedienten deutsche Tuner immer mehr Kunden in aller Welt, Tendenz steigend. Schon heute wären immerhin acht von zehn Tuningbetriebe über die deutschen Landesgrenzen hinaus aktiv.

"Immer schnellere Autos und der optische Trend zu flacher und breiter, beeinflusst ebenso die Räder- und Reifenszene", so Hans-Jürgen Drechsler, BRV-Geschäftsführer. Zumal Rad-Reifenkombinationen etwa ein Viertel aller Tuningumsätze ausmachen. Das Marktpotenzial für Hochgeschwindigkeitsreifen ab 17 Zoll mit den Geschwindigkeitsindices W, Y oder Z liegt gemäß einer Studie des Reifenherstellers Continental allein in Deutschland bei rund vier Millionen Stück.

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