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Unfallverursacher muss entgangenen Unterhalt ersetzen

Wird ein unterhaltspflichtiger Vater bei einem Unfall getötet, so hat der Unfallverursacher dem Kind den entgangenen Unterhalt zu ersetzen. Das hat das Saarländische Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken in einem aktuellen Urteil entschieden.

dpa SAARBRüCKEN. Wird ein unterhaltspflichtiger Vater bei einem Unfall getötet, so hat der Unfallverursacher dem Kind den entgangenen Unterhalt zu ersetzen. Das hat das Saarländische Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken in einem aktuellen Urteil entschieden.

Auf diesen Schadensersatzanspruch sei auch das Kindergeld nicht anzurechnen, da es nicht unmittelbar an das Kind, sondern an den überlebenden Elternteil ausgezahlt werde, begründeten die Richter ihren in der Zeitschrift „OLG-Report“ veröffentlichten Spruch (Az.: drei U 568/03-53).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Schadensersatzklage eines unterhaltsberechtigten Kindes in vollem Umfang statt. Der Vater des Kindes war bei einem Unfall getötet worden. Das Kind verlangte daher von dem Unfallverursacher Schadensersatz, da der Vater seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht mehr nachkommen könne. Der Unfallverursacher bestritt zwar nicht seine grundsätzliche Schadensersatzpflicht, meinte jedoch, das Kindergeld müsse abgezogen werden. Denn insoweit sei das Kind nicht unterhaltsbedürftig. Dem folgte das OLG jedoch nicht.

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