Unklare Ausgestaltung lässt Käufer zögern
Autobauer drängen auf klare Reformschritte

Die deutsche Automobilindustrie drängt den Gesetzgeber angesichts der Absatzflaute im Inland auf die Einführung einer am Kohlendioxidausstoß bemessenen Kfz-Steuer.

HB BERLIN. Wenn die Steuer reformiert werde, wie von der Bundesregierung auf ihrer Klausurtagung in Meseberg beschlossen, könne dies einen Nachfrage-Schub für den deutschen Markt auslösen, hofft der Branchenverband VDA. Hersteller wie Kunden wollten jetzt tragfähige Konzepte sehen und verlangten eine schnelle Umsetzung im Gesetzgebungsverfahren, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, am Montag in Berlin.

Wissmann kündigte an, er wolle die Automesse IAA in zwei Wochen in Frankfurt dafür nutzen, um bei den Bundesländern für eine CO2-Steuer zu werben. Die Länder hatten eine Umgestaltung der Kfz-Steuer zuletzt blockiert, deren Einnahmen ihnen zustehen.

Die damit weiterhin unklare Ausgestaltung der CO2-Steuer trägt nach Einschätzung der Industrie neben der höheren Mehrwertsteuer dazu bei, dass die Pkw-Nachfrage im Inland weiter lahmt. Inzwischen gebe es zwar erste Anzeichen, dass sich die Autokonjunktur erholen könnte, sagte der VDA-Chef. Von einer nachhaltigen Besserung könne aber noch nicht die Rede sein. Die Branche richtet deshalb ihre Hoffnungen auf die weltgrößte Automesse IAA vom 13. bis 23 September in Frankfurt.

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