Verkehrskosten
Schweizer "Pickerl" wird wohl teurer

Die Steuer für das „Pickerl“, die alle Touristen, die durch die Schweiz fahren - sowohl am Auto wie etwa auch am Wohnwagen- oder Anhänger anbringen müssen - könnte von derzeit 40 auf 200 Franken (von 31,50 auf über 150 Euro) steigen.
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Für die Schweizer Autobahnvignette zeichnet sich eine deutliche Verteuerung ab, das berichten Schweizer Medien. Die Regierung hatte in der vergangenen Woche eine Erhöhung auf 100 Franken (fast 77 Euro) ins Gespräch gebracht, um die wachsenden Verkehrskosten auffangen zu können.

Wie die "NZZ am Sonntag" berichtete, werden aber für den Ausbau der Verkehrsstrukturen in der Schweiz viel mehr finanzielle Mittel benötigt, als die Regierung bisher angegeben hat. Thomas Egger, Direktor der Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete, hält eine Verfünffachung des Preises für die Autobahnvignette auf 200 Franken für denkbar. Die 1985 eingeführte Vignette bringt etwa 300 Millionen Franken (230 Millionen Euro) im Jahr ein. Das Geld geht völlig in den Ausbau des Straßenverkehrs. Einer Erhöhung müsste das Parlament zustimmen.

Für die Benutzung von Autobahnen und ähnlichen Straßen (mit weiß-grüner Beschilderung) besteht in der Schweiz grundsätzlich Vignetten-Pflicht. Wer in der Schweiz ohne gültige Vignette unterwegs ist, zahlt umgerechnet rund 65 Euro Strafe.

Die Jahresvignette von 31,50 Euro für Fahrzeuge und Anhänger bis zu einem Gesamtgewicht von je 3,5 Tonnen gilt immer ein Kalenderjahr (geht von 01.01. bis 31.12.) inklusive der Anschlussmonate (Dezember des Vorjahres und Januar des nächsten Jahres), und kann bei den deutschen Automobilclubs, an den schweizerischen Zollämtern, Postbüros, Tankstellen und Garagen erworben werden.
Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gelten Staffelpreise, Motorräder kosten so viel wie Pkw.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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