ADAC Gebrauchtwagen-Check
Mercedes B-Klasse: Auffällig unauffällig

Mit der A-Klasse legte Mercedes einst einen denkbar schlechten Start hin. Die Kippneigung der ersten Generation verhalf dem Begriff Elchtest zu einem hohen Bekanntheitsgrad, führte aber auch zum Durchbruch des Elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP). Die auf dem gleichen Konzept aufbauende B-Klasse hatte nicht mit derartigen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen.

dpa/tmn MüNCHEN. Mit der A-Klasse legte Mercedes einst einen denkbar schlechten Start hin. Die Kippneigung der ersten Generation verhalf dem Begriff Elchtest zu einem hohen Bekanntheitsgrad, führte aber auch zum Durchbruch des Elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP).

Mit den Jahren reifte die A-Klasse jedoch deutlich. Die auf dem gleichen Konzept aufbauende B-Klasse hatte nicht mit derartigen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Vielmehr zeigt sich gerade dieses Fahrzeug in der ADAC-Pannenstatistik bislang als höchst unauffällig und nahezu frei von typischen Mängeln.

Die registrierten Probleme mit der B-Klasse betreffen nach ADAC-Angaben in erster Linie einen häufigen Mangel moderner Autos: Wenn die B-Klasse nicht fährt, hat dies vor allem mit entladenen Batterien zu tun. Vereinzelt wurden zudem Reifendefekte registriert. Ein anderer möglicher Defekt ist eigentlich eine Kleinigkeit - die aber zu ärgerlichen Ergebnissen führen kann: Für das Baujahr 2005 stehen defekte Tankanzeigen und damit Liegenbleiber wegen Kraftstoffmangels.

Die B-Klasse wird von Mercedes als eigenständige Modellreihe angeboten - was sie eigentlich nicht ist. Während die erste Generation der A-Klasse auch in einer Langversion bei den Händlern stand, entfiel diese Variante nach dem Modellwechsel im Jahr 2004. Als Ersatz wurde 2005 die B-Klasse auf den Markt gebracht. Die zeigt sich zwar optisch durchaus eigenständig, unter dem Blech allerdings verbirgt sich die gleiche Plattform, die auch für die A-Klasse genutzt wird. Als Vorzug beider Modelle gilt der geräumige und variable Innenraum, hinzu kommen gute Fahreigenschaften.

Angeboten wird die B-Klasse mit Benzin- und Dieselmotoren. Die Benziner leisten zwischen 70 kW/95 PS und 142 kW/193 PS. Bei den Dieseln kann zwischen 80 kW/109 PS und 103 kW/140 PS gewählt werden.

Wie die meisten Mercedes-Modelle ist auch eine B-Klasse auf dem Gebrauchtmarkt kein Sonderangebot. Für das Basismodell B 150 aus dem Jahr 2005 müssen heute laut Schwacke-Liste noch gut 15 000 Euro ausgegeben werden. Ein 193 PS starker B 200 Turbo aus dem Jahr 2006 wird für etwa 20 900 Euro gehandelt. Noch teurer sind gebrauchte Fahrzeuge mit Dieselmotor: Ein B 200 CDI DPF aus dem Jahr 2006 wird etwa 22 200 Euro kosten.

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