Automobilzulieferer
Ohne Zulieferer läuft elektrisch nichts

Die Automobilzulieferer richten sich massiv auf das Elektroauto ein. So investiert Bosch bereits heute Milliarden in die Entwicklung elektrischer Antriebe. Inzwischen sind die Schwaben einen großen Schritt weiter.

STUTTGART. "Irgendwann wird es nur noch elektrisches Fahren geben", ist sich Franz Fehrenbach, Chef des weltgrößten Automobilzulieferers Bosch sicher. "Das Rennen um die beste Batterie für den Elektrobetrieb ist kein Sprint, das ist ein Marathon oder gar Triathlon", betonte Bernd Bohr, Chef der Automobilsparte von Bosch vor einigen Wochen.

Mit dem koreanischen Elektroriesen Samsung gewannen sie die Nummer Zwei auf dem Batteriemarkt für ein Joint-Venture und investieren 300 bis 400 Mill. Dollar. Das nicht börsennotierte Unternehmen in Stiftungsbesitz ist ebenso wie Hybrid-Vorreiter Toyota für seinen langen Atem bekannt. Anders als andere deutsche Zulieferer und Autohersteller - allen voran der gerade vom fränkischen Familienunternehmen Schaeffler übernommene Bosch-Konkurrent Continental - kehren die Stuttgarter mit der intensiven Zusammenarbeit mit Samsung in großem Stil in die Batterieproduktion zurück. Continental greift für die Hybrid-Variante der Mercedes S-Klasse auf die Zellen des Spezialisten Johnson Controls zurück. Die Amerikaner wiederum lehnen eine Fortsetzung der Zusammenarbeit jenseits der von Daimler forcierten Kooperation ab, heißt es in Unternehmenskreisen.

Batterien sind das Herzstück der neuen Technologie. "Der Kern des Elektroautos ist nicht mehr der Motor, sondern die Batterie. Der einzige Hersteller mit Batteriekompetenz ist aber Toyota. Im Westen kann technologisch nur Johnson Controls mithalten", sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer.

Toyota will seinen Vorsprung halten und bringt deshalb bald eine so genannte Plug-in-Version seines Hybridmodells Prius auf den Markt. Das Auto soll kurze Strecken elektrisch fahren und längere Distanzen als Hybridfahrzeug zurücklegen. Parallel entwickeln die Japaner kleine Elektroautos für die wachsenden Metropolen dieser Welt. Und Toyota forscht an einem neuen Stromspeicher: der Sakichi-Batterie, benannt nach dem Toyota-Gründer Sakichi Toyoda. Mit einer solchen Energiequelle könnte ein E-Fahrzeug mehrere hundert Kilometer zurücklegen - der Durchbruch für die Stromer.

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