Drei Generationen Fiat Panda
Die „tolle Kiste“ ist wieder da

Fiat stellt heute Geschäftszahlen vor und verbreitet Optimismus. Hoffnungsträger ist das Erfolgsmodell Panda. Ein erster Blick auf die dritte Generation von Europas meistverkauftem Kleinwagen, die ab März im Handel ist.
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BerlinDer Fiat Panda will seine Führungsrolle behaupten. Denn diese Position wollen ihm Newcomer wie der VW Up streitig machen. Deshalb bringt Fiat im März die dritte Generation des kleinen Klassikers in den Handel. Die Preise stehen noch nicht fest, sollen aber unter 10.000 Euro beginnen.

Technisch ist der neue Panda ein Ableger des Fiat 500. Wo dieser die Knutschkugel für die Lifestyle-Gesellschaft gibt, steht der Panda als Praktiker mitten im Leben. Beim Generationswechsel ist er um elf Zentimeter in die Länge und sieben Zentimeter in die Breite gegangen. Dennoch bleibt der Panda in der dritten Auflage ein Kleinwagen.

In dem jetzt 3,65 Meter langen Viersitzer können die Insassen vorne sehr ordentlich und hinten ganz leidlich Platz nehmen. Weil es auf Wunsch eine verschiebbare und asymmetrisch geteilte Rückbank gibt, beweist der Kleine auch im Kofferraum große Nehmerqualitäten: 225 Liter sind Standard, 260 Liter gehen hinter die verschobene Rückbank und als Zweisitzer schluckt der Panda bis zu 870 Liter.

Sah die erste Generation des Panda noch aus, als wäre er mit der Blechschere geschnitten und über dem Winkeleisen gefaltet, hat er jetzt so etwas wie ein Design. Noch immer schlicht und sachlich geformt, sind die Kanten deutlich runder geworden. Bestimmendes Motiv ist das «Squircle», eine Mischung aus Square und Circle - Quadrat und Kreis.

Es bestimmt nicht nur die Form des hinteren Seitenfensters oder der Schlussleuchte, es taucht auch bei den Instrumenten, den Schaltern, in den Türtafeln oder auf den Sitzpolstern wieder auf.

Im Zeichen des runden Quadrats

Diese Squircles sind nicht das einzige Steckenpferd der Designer. Eine augenzwinkernde Liebe zum Detail beweisen sie auch beim Handbremshebel oder den Kunststoffen auf den Konsolen: Statt diese konventionell mit einer Narbung zu überziehen, haben sie darauf tausendfach den Panda-Schriftzug eingeprägt.

Dabei haben sie die praktischen Dinge des automobilen Alltags nicht vergessen: Es gibt jede Menge großer und kleiner Ablagen bis hin zum offenen Handschuhfach des Originals. Der Schaltknauf ist griffgünstig weit oben platziert. Und für den Transport langer Ladung lässt sich die Lehne des Beifahrersitzes nach vorne falten.

Die Ausstattung ist auf den ersten Blick üppig: Vier Airbags, Servolenkung und Start-Stopp-Automatik sind genau wie die Zentralverriegelung oder die Fondtüren Standard. Außerdem bietet Fiat gegen Aufpreis Extras wie ein Notbremssystem für den Stadtverkehr oder ein Navi zum Aufstecken an.

Dass die Italiener sparen mussten, merkt man trotzdem: Ein Radio gibt es erst im höchsten Ausstattungsniveau, die Lenksäule kann man nur in der Höhe und nicht in der Länge verstellen, und den Getrieben fehlt der sechste Gang. Außerdem wirken viele Materialien auf den zweiten Blick ziemlich preiswert.

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