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BMW 3er-Coupé: Design schlägt Technik

Der Vorstandsvorsitzende der 1&1-Internet-AG ist autoaffin. Daraus macht er keinen Hehl. Und dass er mit dem Weekend Journal das 3er-Coupé von BMW testen darf, erfüllt ihn sichtlich mit Freude. Sein Urteil fällt aber durchaus zwiespältig aus.

Der Mann in Schwarz steht in der Tiefgarage und zeigt seinen Gästen mit einem breiten Lächeln im Gesicht den Fuhrpark. „Den Z8 fahre ich im Sommer, den Ferrari 599 GT auf kurzen Autobahnstrecken und den 7er BMW auf langen Dienstreisen“, erzählt Andreas Gauger.

Genussvoll tigert er um das BMW 3er-Coupé herum, das direkt vor der Karlsruher 1&1-Zentrale geparkt ist. „Es sieht wirklich gut aus“, stellt er fest. Dann steigt er ein, schaltet den Motor an und gibt Gas – und das nicht zum letzten Mal während unserer Testfahrt. „Der zieht ordentlich, und schön leise ist er auch noch“, lobt Gauger den 3-Liter-Dieselmotor. Kurz bevor wir zur Autobahn in Richtung Basel aufbrechen, vollführt er mit seinem Testwagen den ultimativen Kurventest. Mit einem stürmischen Tritt auf das Gaspedal trimmt er das 3er-Coupé auf Tempo. Die Reifen drehen durch, aber der Testwagen bleibt zur Beruhigung aller Insassen in der Spur. Auf der Beschleunigungsspur der Autobahn stellt unser 231 PS starker Testwagen seine Sprinterfähigkeiten unter Beweis. Ferrari-Fahrer Gauger weiß die wohl zu schätzen. „Von unten heraus kommt er gut“, lobt er. Dann kommt das Aber: „Oben herum wird er lasch“, bemängelt der Internet-Chef den BMW.

Die Innenausstattung des Coupés sagt ihm dagegen zu. „Die ist sehr ordentlich, alles ist am richtigen Platz“, sagt er. Sein Blick fällt auf das i-Drive-System. Der Computer-Freak beginnt zu spielen. Dreht an dem silbernen Joy-Stick und scrollt sich durch die verschiedensten Funktionen des Menüs: Radio, Klima, Navigation – alles wird getestet. Dann fällt er ein vernichtendes Urteil: „Mit diesem i-Drive-System kann ich mich nicht anfreunden.“ Er kombiniert die Begriffe „Bedienung“ und „Müll“ und schimpft weiter: „Ich weiß nicht, wie jemand dieses System verstehen soll, der nicht tagtäglich am Computer arbeitet.“

Gauger versteht’s, aber auch nur, weil er schon im zarten Grundschulalter seine ersten Programmierversuche unternahm. „Mein Vater nahm mich immer samstags mit ins Büro. Da standen Computer herum, die noch mit Acht-Zoll-Disketten gefüttert wurden. Mit einem metallischen Krachen ließen die sich in den Schacht einführen, der aussah wie die Öffnung eines Pizzaofens“, so plaudert Gauger aus seinen frühen Tagen.

Seiner Passion blieb unser Tester treu. In der Ära des Commodore 64 schrieb er Programme für Computerzeitschriften und eröffnete einen Versandhandel für Software. Auf das geplante Informatik-Studium an der Uni Karlsruhe verzichtete Gauger zu Gunsten einer Karriere in der Internet-Branche. „Wir waren der erste Web-Hoster in Deutschland“, erinnert er sich.

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