Erste Ausfahrt im neuen C-Klasse Coupé
Weniger Türen, mehr Emotionen

Das neue Coupé der Mercedes C-Klasse soll das Herz öffnen. Ein bisschen muss es aber auch die Vernunft besiegen. Denn das schräge Lifestyle-Vehikel bietet im Alltag nicht nur Vorteile.
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Wenn ein Automobil-Unternehmen Coupé-Tradition besitzt, dann gebührt Mercedes mit Abstand das Siegertreppchen. Keine andere Marke betreibt diese Modellstrategie so konsequent und platziert neben den Limousinen stets auch einen der eleganten Ableger. Und dies seit vielen Jahrzehnten. Coupés verkörpern durch ihr – meist eleganteres – Design zweifellos die stilvollere Art der Fortbewegung.

Nichts anderes hat Mercedes mit dem Coupé der C-Klasse vor, intern C 205 genannt. Es soll Konkurrenten wie dem BMW 4er Coupé und dem Audi A5 Coupé die Stirn bieten und vor allem Kunden ansprechen, denen Styling vor Funktionalität geht und die ein Auto nicht immer nach Vernunftkriterien kaufen. Denn die schräge Dachlinie dieser C-Klasse fordert ihren Tribut auf den Rücksitzen.

Erwachsene können dort nicht mehr ausreichend bequem verweilen. Ebenso zu wünschen übrig lässt die Kopffreiheit, die flachen Seitenfenster vereiteln zudem einen entspannten Blick nach draußen. Man kommt sich bisweilen vor wie hinter einer Schießscharte. Mit diesen Unzulänglichkeiten sollte sich der Käufer des C-Klasse Coupés anfreunden, falls ihm dieses Auto den Kopf verdreht.

Das Potenzial dazu hat das C-Klasse Coupé auf jeden Fall. Designchef Gorden Wagener gelang eine insgesamt gut proportionierte Karosserie. Das Coupé ist bei gleicher Höhe länger (+ 9,5 cm) und breiter (+ 4 cm) als der Vorgänger, von dem Mercedes immerhin über 150.000 Exemplare verkauft hat.

Der C 205 steht optisch damit ein wenig satter auf seinen Rädern. Aus einigen Blickwinkeln wirkt das kleine Coupé fast wie sein großer Bruder, das Coupé der S-Klasse. Eine Ähnlichkeit, die hier sicher gewollt ist.

„Willkommen zu Hause“ heißt es hinter dem Lenkrad. Das Interieur stimmt größtenteils mit dem der C-Klasse Limousine überein. Was nicht schlecht sein muss. Im Gegenteil. Materialien und Verarbeitung sind exzellent, die Bedienung ebenfalls. Extra für das Coupé hat Mercedes spezielle Integral-Sitze entwickelt. Sie geben mehr Seitenhalt als jene in der Limousine.

Auch neue Farbkombinationen sind erhältlich. Als sehr angenehm erwies sich auf einer ersten Testfahrt das Head-up-Display, das wichtige Infos wie Geschwindigkeit, Schilder, Navi-Angaben und Assistenzsysteme in die Windschutzscheibe spiegelt. Für einen Aufpreis von 1.178 Euro ein zwar teures, auf jeden Fall aber lohnenswertes Extra.

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Näher an der Black Series

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