Erster Sommerreifentest 2013
Nur einer fiel durch

Der erste Test aktueller Sommerreifen in diesem Jahr kommt vom Auto Club Europa (ACE). 16 Reifen-Modelle in der populären Größe 195/65 R 15 standen auf dem Prüfstand. Und es gab einen klaren Testsieger.
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StuttgartDen ersten Test aktueller Sommerreifen in diesem Jahr haben jetzt der Auto Club Europa (ACE) und die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) veröffentlicht. Dabei standen 16 Reifen-Modelle in der populären Größe 195/65 R 15 auf dem Prüfstand. Die Ergebnisse helfen bei der Auswahl geeigneter Sommerprofile, die frühestens im April aufgezogen werden sollten. Allerdings können diese Resultate nicht auf andere Reifengrößen übertragen werden.

Nur ein Reifen ist durchgefallen und hat das Urteil "nicht empfehlenswert" erhalten: Der mit rund 240 Euro für vier Reifen billigste Testteilnehmer Nankang XR 611 bietet "erschreckend schlechte" Aquaplaningeigenschaften und generell sehr wenig Haftung auf nasser Fahrbahn.

Ergebnisse ACE Sommerreifentest 2013 im Detail

Auch zwei andere Pneus können die Prüfer nur "bedingt empfehlen": so den Firestone TZ 300 und den Nexen N blue eco, auch wenn sie im Viererpack weniger als 300 Euro kosten. Der Firestone zeigt einen zu hohen Rollwiderstand, der im Gebrauch erhöhte Kraftstoffkosten verursacht. Weit kritischer ist indes die schlechte Nasshaftung des Nexen einzuschätzen, weil hier die Sicherheit beeinträchtigt ist.

Als klaren Testsieger stellen die Prüfer den Dunlop Blu-Response heraus, der pro Satz Reifen 338 Euro kostet. Er wartet mit dem kürzesten Bremsweg auf nasser Fahrbahn, dem niedrigsten Rollwiderstand und einem sehr leisem Abrollgeräusch auf. Auch erzielt er die besten Ergebnisse auf trockener Fahrbahn.

Ausgewogene Eigenschaften bietet auch der Vredestein Sportrac 5 für knapp unter 300 Euro auf, der im Ranking den zweiten Platz belegt. Nur knapp dahinter landet der Continental Premium Contact 5 für 338 Euro, der bei Nässe sogar mehr zu überzeugen vermag. Gleichauf mit dem Conti schneidet der Goodyear Efficient Grip Performance ab, der etwas leiser und mit weniger Rollwiderstand als der Premium Contact daher rollt.

Zu den Verfolgern dieser sehr empfehlenswerten Reifen gehören auch der Hankook Kynergy Eco für 332 Euro und der Bridgestone Turanza T001 für 320 Euro, die ebenso wie sieben weitere überprüfte Modelle das Prädikat "empfehlenswert" erhalten haben. In diesem Feld liegen der Michelin Energy Saver Plus für 358 Euro pro Satz als teuerster Pneu ebenso wie der günstige Apollo Alnac 4G für 252 Euro.

Neues EU-Label keine echte Kaufhilfe
Eine gewisse Entscheidungshilfe und auch Schutz vor qualitativ minderwertigen Reifen soll das Ende 2012 eingeführte Reifenlabel bieten. Der auffällige Aufkleber mit den drei Kategorien „Nassgriff“, „Rollwiderstand“ und „Geräusch-Emission“ kann aber auch zu Irritationen führen, gibt der ACE zu bedenken. Die dort zu findenden Einstufungen werden schließlich von den Herstellern selbst vorgenommen. Und kein Hersteller will in den drei offensichtlichen Kriterien schlecht aussehen.

Da ein guter Reifen jedoch weitaus mehr Ansprüche erfüllen muss und der Reifenhersteller die Einstufung selber vornimmt, ist das Label als alleiniges Entscheidungskriterium kaum geeignet, findet nicht nur die Gesellschaft für Technische Überwachung. Wirklichen Aufschluss über die Qualitäten eines Reifens liefert nur ein ausführlicher Reifentest. Insgesamt zwölf Versuche durchläuft ein Reifen im Test von GTÜ und ACE, darunter natürlich auch die Kategorien des fragwürdigen EU-Labels.

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