Fahrbericht Suzuki GSR 750 ABS
Aggressives Styling und innere Werte

Bereits mit der GSR 600 hatte Suzuki einen fahraktiven Streetfighter im Programm, der supersportliche Technik und feines Styling vereinte. Inzwischen setzt die GSR 750 ABS die Idee konsequent fort.
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DüsseldorfBereits mit der GSR 600 hatte Suzuki einen fahraktiven Streetfighter im Programm, der supersportliche Technik und feines Styling vereinte. Inzwischen setzt die GSR 750 ABS diese Idee konsequent fort. Kaum schwerer, aber deutlich potenter bietet sie überraschend unkomplizierten Fahrspaß samt ABS für 8.590 Euro.

Dafür gibt es eine durchaus gelungene Design-Mischung, die dem Streetfighter-Image vor allem mit der kantigen Front gerecht wird. Dahinter verbirgt sich jedoch ein sehr ausgewogenes Motorrad, das aggressiver wirkt, als es sich gibt. Das zeigt sich schon bei der ersten Sitzprobe: Optimal angeordnete Rasten und ein gut in der Hand liegender Lenker bürgen für entspanntes Sitzen.

Auch der Antrieb gibt sich zahmer als zu erwarten. Deutlich souveräner schiebt der sauber ansprechende Vierzylinder schon knapp über Standgas vehement voran. Im Extremfall lässt sich selbst die Tempo-30-Zone im höchsten der sechs Gänge durchfahren - die auf einen möglichst guten Drehmomentverlauf ausgelegte Abstimmung ist perfekt gelungen. Im Alltag bewegt man sich dann auch selten jenseits von 8.000 Touren.

Das beispielsweise in Sachen Drosselklappen, Steuerzeiten oder Verdichtung überarbeitete Aggregat der GSX-R 750 garantiert souveränen Fahrspaß: Fahrbarkeit statt Leistungsexplosion stand wohl im Lastenheft. Und das ist von den Ingenieuren umgesetzt worden, so dass das 749 Kubikzentimeter große Aggregat nun 106 PS bei 10.000 U/min abliefert, während das maximale Drehmoment von 80 Nm bei 9.000 U/min anliegt.

Die moderate Abstimmung der 750er und das ordentliche Drehmoment machen Drehzahlorgien weitgehend überflüssig. Der zügige Landstraßenritt gelingt auch ohne hektisches Steppen im Getriebe - und das schlägt sich wiederum im Verbrauch nieder. Der zielte bei der GSR 600 gerne mal in Richtung der Marke von sieben Litern, während die 750er mit weniger als fünf Litern auskommt. In Kombination mit dem 17,5 Liter fassenden Tank sind theoretische Distanzen von 380 Kilometern möglich.

Gerade der niedrige Verbrauch macht deutlich, wie groß die Alltagsqualitäten sind, die sich hinter dem aggressiven Styling verstecken. Zudem gibt sich die GSR auch in Sachen Fahrwerk und Bremsen keine Blöße - auch wenn die stählerne Kastenschwinge im Vergleich zur 41er-Upside-Down-Gabel etwas sparsam wirkt.

Inzwischen ist das ABS serienmäßig, die Variante ohne den Blockierverhinderer ist Geschichte. Feines Handling und aggressive Anmutung gehen hier eine blitzsaubere Zusammenarbeit ein: Damit wird die Suzuki GSR 750 ABS zum Streetfighter, der seinen sympathischen Charakter gekonnt unter einer rauhen Schale verbirgt.

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