Getriebeentwicklung
Alle Neune!

Bei der Zahl der Rückwärtsgänge sind sich alle einig: Einer reicht. Bei den Vorwärtsgängen gilt hingen: Mehr ist mehr. Jetzt bringt ZF die erste Automatik der Welt mit neun Vorwärtsgängen auf den Markt.
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FriedrichshafenBei der Zahl der Rückwärtsgänge sind sich alle einig: Einer reicht. Bei den Vorwärtsgängen gilt hingen: Mehr ist mehr. Nachdem ZF vor einigen Jahren die Achtstufen-Automatik etabliert hat, bringt der Zulieferer nun die erste Automatik der Welt mit neun Vorwärtsgängen auf den Markt. Sie debütiert noch 2013 im Range Rover Evoque und im neuen Jeep Cherokee. Die neue Neungangautomatik zielt jedoch nicht auf eine noch komfortablere Kraftübertragung bei Fahrzeugen ab der oberen Mittelklasse, sie ist ausschließlich für Autos mit Frontantrieb und quer eingebauten Motoren konzipiert.

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten Automatikgetriebe drei, maximal vier Vorwärtsgänge. Nicht ganz zu unrecht galten sie damals, in den 1980er und frühen 1990er Jahren zwar als komfortabel, aber wenig wirtschaftlich und so lustfeindlich wie ein leichtes Narkotikum: Zum Aufpreis gesellten sich nämlich auch höhere Kraftstoffrechnungen und müdere Fahrleistungen durch den schlechteren Wirkungsgrad der Wandlerautomatik mit ihren großen Gangsprüngen.

Diese Zeiten sind längst vorüber, mittlerweile sind sechs Vorwärtsgänge selbst in der Kompaktklasse keine Seltenheit. Darüber steigt die Zahl der Übersetzungen dann auf bis zu acht Gängen in manchen Mittel- und vielen Oberklassemodellen. Nun legt der deutsche Zulieferer ZF noch einmal nach. Sein neues Getriebe mit Namen „9HP“ verfügt über neun Vorwärtsgänge und soll, so das Unternehmen, den Verbrauch gegenüber einer Sechsstufen-Getriebeautomatik um zehn Prozent bis hin zu 16 Prozent senken.

Die hohe Zahl an Übersetzungen trägt physikalischen und thermodynamischen Gesetzmäßigkeiten Rechnung. Zum einen verbraucht ein Verbrennungsmotor bei hohen Drehzahlen mehr als bei niedrigen Drehzahlen. Zum zweiten steigt seine Kraft mit zunehmender Drehzahl. Mit neun Gängen kommt der Motor bei jeder Geschwindigkeit jenem Drehzahl- und Lastniveau wieder etwas näher, in dem er am wenigsten verbraucht. Sind 80 km/h etwa mit einem Sechsganggetriebe in vier Gängen realisierbar, bieten sich beim ZF "9HP" vielleicht fünf oder gar sechs an, von denen einer die optimale Übersetzung sehr gut trifft – sei es bergauf, im Anhängerbetrieb, beim Beschleunigen oder auch bei konstantem Tempo.

Kommentare zu " Getriebeentwicklung: Alle Neune!"

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  • ....."Durch das niedrigere Drehzahlniveau sinken nicht nur der Verbrauch und der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2).... BMW - Modelle gelten nicht nur als besonders sportlich,sondern auch als Hochdrehzahl Exemplare ihrer Gattung.WIE ist es da zu erklären, da sie angeblich auch noch besonders sparsam sein sollen??? Das ist nach dem oben Gesagten wohl nur eine Verarschung der Autokäufer. ODER????

  • So ein Schwachsinn wieder. Anstatt mal endlich eine komplett stufenlose Getriebeeinheit zu entwicklen wieder nur so ein Abklatsch. Das brauchen nur die ideenlosen amerikanischen und britisch-indischen Hersteller.

  • Ich möchte auf jeden Fall 12 Gänge. Also was soll diese unzureichende Meldung mit nur 9 Gängen.Da ist noch Raum für Verbesserung!

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