Peugeot RCZ im Handelsblatt-Autotest
Französischer Beau voller Überraschungen

Mit diesem coolen Kompakt-Coupé wildert der französische Hersteller im TT-Revier. Vor allem der 163-PS-Diesel ist kräftig und sparsam zugleich. Aber tut der RCZ nur wie ein Sportler, oder kann er es auch?
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DüsseldorfVom Sportwagen träumen, das tun viele Autofahrer. Wird aus dem Traum Wirklichkeit, zahlt man dafür einen hohen Preis. Wenig Platz, Sitz ohne Komfort. Gas, Bremse und Kupplung knüppelhart, und der Spritverbrauch enorm. Wer sich das ersparen will, denkt über Kompromisse nach. Wie etwa ein hübsches Sportcoupé, das vor allem optisch reizt. So wie der Peugeot RCZ.

Das ausnehmend schön gestaltete Coupé bietet Sportlichkeit à la française, hohen Alltagsnutzen, und als 163-PS-Diesel auch überraschend vernünftige Verbrauchswerte. Dabei kommen der Spaß und das Fahrvergnügen aber teilweise ein bisschen kurz, das belegt der flache Franzmann im zweiwöchigen Handelsblatt Autotest.

Als der RCZ 2010 auf den Markt kam, sah er für viele aus wie eine Kopie des Audi TT, sein entsprechender Spitzname „TT-Jäger“ war schnell geboren. Nach dem aktuellen Facelift hat der 2+2-Sitzer sich von derlei Kritik aber weitgehend emanzipiert.

Das früher weit aufgerissene Haifischmaul an der Front haben die Designer entschärft, es lächelt nun sogar freundlich. Neues LED-Tagfahrlicht kam hinzu, Peugeot hat den RCZ außerdem in der Serienausstattung aufgewertet, Licht- und Regensensor beispielsweise sind nun immer mit an Bord. Und: es blieb, im Stil der legendären Dodge Viper, beim schönen Double-Bubble-Dach, dessen beide sanften Rundungen bis in die Heckscheibe hineinlaufen. Die Hügel-Kuppe tut aber der ganzen Kompaktkarosse gut, weil sie gestreckt und fließend erscheint.

Ein ausnehmend schönes Auto also, ein echter Beau, das ist der nur 1,36 Meter flache Testwagen. Offenbar auch für viele Betrachter von außen, so lehrt mich schnell die Erfahrung an roten Ampeln. Der Wagen, der seit Februar in seiner neuen Form auf dem deutschen Markt unterwegs ist, zieht anerkennende Blicke auf sich. Möglicherweise liegt es an dem ungewöhnlichen Blau-Ton, der die typisch hervorgehobenen – in diesem Fall Alu-farbigen – Dachholme wunderbar zur Geltung bringt.

Innen präsentiert sich der Franzose kaum weniger chic, Materialien und Verarbeitung lassen für diese Preisklasse (ab 30.650 Euro) keine Wünsche offen. Zumal der RCZ in der Anschaffung ausstattungsbereinigt rund 16 Prozent preiswerter ist als deutsche Wettbewerbsmodelle.

Es gibt reichlich Leder und Alu, ein sehr griffiges, unten abgeflachtes Sportlenkrad, Bordcomputer, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Abblendlicht-Automatik, Tempomat, und Einparkhilfe serienmäßig. Andererseits hatte der Testwagen Sitze ohne Heizung oder Kühlung, sie waren auch nicht elektrisch sondern nur manuell zu verstellen.

Kommentare zu " Peugeot RCZ im Handelsblatt-Autotest: Französischer Beau voller Überraschungen"

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  • Franzmann? Können wir langsam mal zu politisch korrekten Bezeichnungen finden. Ich möchte auch nicht gerne als Kraut, Piefke oder Boch bezeichnet werden.

  • Schönheit ist immer eine Sache des jeweiligen eigenen Empfindens. Wäre schade, wenn wir alle denselben Geschmack hätten.
    Das Auto ist für mich erfrischend lustig und als Drittwagen vorstellbar just for fun.
    Lediglich: nach diversen sehr negativen Peugeot und Renault Qualitätserfahrungen lasse ich lieber von den Franzosen die Finger und fahre meine bayrische Marke.

  • Yo Dissident, die Theorie der "kognitiven Dissonanz" erklärt ebenso zutreffend, dass Spinner wie Du ihren Weg immer wieder zielsicher in Foren wie dieses finden, um dort ihre schlechte Laune zu verbreiten. Ihr Kommentar spricht Bände. Und ist deshalb absolut banal:)

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