Je schneller, desto ungenauer
Parkassistenten erkennen oft nur große Parklücken

Parkassistenten erkennen nicht jede Parklücke. Die auch Parklenk-Assistenten genannten Systeme benötigen je nach Hersteller teils Parklücken, die um bis zu 1,20 Meter länger als das zu rangierende Auto sind.
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HamburgRedakteure der Fachzeitschrift «Auto Bild» nahmen Parklenk-Assistenten-Systeme in acht Fahrzeuge unter die Lupe und kamen zu dem Ergebnis: Die Systeme funktionieren allesamt, sobald eine Parkbucht erkannt ist. Allerdings gibt es große Preisspannen. Der günstigste getestete Assistent kostet 345 Euro, der teuerste 2240 Euro.

Generell gilt: Je schneller ein System das Auto einparkt, desto unpräziser arbeitet es. So dirigiert der Assistent des 1er BMW den Kleinwagen laut dem Test zügig, akzeptiert Lücken aber erst ab 1,20 Meter über Fahrzeuglänge. Zudem steht das Fahrzeug oft weit entfernt vom Bordstein. Quer zur Fahrbahn markierte Lücken erkennt das System ebenso wenig wie Mülltonnen oder ähnliche Hindernisse. Mit 2240 Euro ist der Assistent im 1er auch der teuerste im Testfeld - auch weil es ihn nur im Paket zusammen mit Radio und Alufelgen gibt.

Länger für den Einparkvorgang benötigt der Assistent im Seat Alhambra. Dafür aber akzeptiert er Lücken, die nur 60 Zentimeter länger als das Auto selbst sind. Allerdings rangiert es den Van oft hin und her, bis er - manchmal schräg zum Randstein - in der Lücke steht. Mülltonnen und Querlücken sind für den Seat kein Problem, und das bei einem Aufpreis von 345 Euro.

Ebenfalls Lücken in der Größenordnung von 60 Zentimetern über Autolänge meistert der Parklenk-Assistent im VW Tiguan, der mit 755 Euro in der Aufpreisliste steht. 1.860 Euro kostet ein entsprechendes System im Audi A6 Avant, das Buchten erkennt, die 80 Zentimeter länger sind und schnell rangiert.

Ein eher schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis attestierten die Tester dem im Paket 1.970 Euro teuren System im Hyundai i40 CW: Es parke oft schräg ein, erkenne keine Mülltonnen und benötige Lücken von 1 Meter Überlänge.

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