Kässbohrer Pistenbully 600 E+
Warum die Hybrid-Schneekatze keinen Akku braucht

Skifahrern und Snowboardern sind sie vertraut, die roten Pistenbullys, die allabendlich die Hänge präparieren. Von Kässbohrer gibt es inzwischen aber auch eine (nicht nur farblich) grüne Alternative.
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Der Winter ist da, und in den Bergen bevölkern wieder Skifahrer und Snowboarder die Hänge. Damit die Alpinisten beste Bedingungen vorfinden, rücken Abend für Abend ganze Horden von Pistenraupen aus um die Abfahrten für den nächsten Tag zu präparieren. Die Männer-Spielzeuge auf zwei Ketten sind allerdings alles andere als umweltfreundlich: Gut 25 Liter Diesel pro Stunde verbrennt eine Schneekatze im Durchschnitt, und pro Saison läuft so ein Pistenbully durchaus an die 1.000 Stunden. Das muss sich ändern, dachte sich Kässbohrer und entwickelte eine Hybrid-Pistenraupe.

„Schon 1997 haben wir den ersten Prototypen in den Schnee geschickt“, erzählt Kässbohrers Chef-Entwickler Michael Kuhn. Bis zur Serienreife dauerte es allerdings eine ganze Weile. Erst 2012 konnte der gut 360.000 Euro teure Pistenbully 600 E+, der sich allein der grünen Lackierung wegen von seinen üblicherweise roten Brüdern unterscheidet, in Kundenhand übergeben werden. „Eher konnten uns die Zulieferer einfach nicht mit den passenden Bauteilen versorgen“, so Kuhn. Damit sind vor allem die starken Elektromotoren und -generatoren gemeint, die trotz der üppigen Dimensionen einer Pistenraupe auf recht engem Platz zwischen den Ketten untergebrachte werden müssen und auch bei tiefen Minusgraden nicht zicken dürfen.

Um zu verstehen, warum der elektrifizierte E+ bis zu 20 Prozent weniger Diesel verbraucht und entsprechend weniger CO2 ausstößt, muss man wissen, wie eine herkömmliche Pistenraupe funktioniert: Unter dem hohen Fahrerhaus steckt ein knapp 13 Liter großer Sechszylinder-Dieselmotor von Mercedes, der nichts anderes macht, als – mit 400 PS und 1.900 Newtonmetern – Hydraulikpumpen in Bewegung zu setzen.

Der erzeugte Öldruck wiederum bewegt Hydraulikmotoren, die schließlich auf die Antriebsräder an den beiden Ketten wirken. Im E+ steckt zwar immer noch das gleiche Diesel-Triebwerk, allerdings wirkt der Selbstzünder nicht mehr auf Hydraulikpumpen sondern auf zwei je 140 Kilowatt starke Generatoren. Der dadurch erzeugte Strom fließt – durch orange-farbene Kabel statt Ölleitungen – zu den Fahrrädern der Ketten, wo nun Elektromotoren den Platz der Hydraulikantriebe eingenommen haben.

Die Umstellung von Öl auf Elektronen allein bringt allerdings noch keine große Ersparnis. Die eigentliche Verbrauchsreduzierung erfolgt wie bei Toyota Prius und Konsorten erst durch die Rekuperation. Immer wenn der 600 E+ bergab fährt arbeiten die Motoren an den Ketten als Generatoren und gewinnen Energie zurück.

Bleibt nur die Frage, wie man diesen Strom speichert? Wer schon mal sein Smartphone bei Minusgraden benutzt hat, weiß, dass Kälte den Akkus nicht gelegen kommt. „Wir brauchen aber gar keinen Akku“, betont Kuhn stolz lächelnd: „Den Strom verbrauchen wir sofort wieder!“

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Warum die Hybrid-Schneekatze keinen Akku braucht

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In Präpariergeschwindigkeit den Berg hinauf

Kommentare zu " Kässbohrer Pistenbully 600 E+: Warum die Hybrid-Schneekatze keinen Akku braucht"

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  • Der Chefdemokratenfresser als Oberkommentator des HB sondert in gewohnt langweiliger Manier, klingt schon fast andressiert, was Sie hier tagtäglich vor sich hingeifern, werter Mark Hoffmann"

    Ich geifere nicht, ich kommentiere. Ich gebe mir den ganzen Tag große Mühe, jeden, aber auch wirklich jeden Artikel zu kommentieren,
    um die Leute von der grün-sozialistischen Murkselregierung zu warnen.

    Ja, ich bin ein Fan von Trump und Putin, das sind wenigstens noch zwei echte Kerle mit eigener Meinung, nicht wie unser sprechender Hosenanzug!

    Ja, ich bin ein Anhänger der AFD, denn nur diese Partei kann unser Reich noch retten!

    Nein, ich bin nicht arbeitslos und habe deshalb soviel Zeit Kommentare zu schreiben, ich bin arbeitssuchend!
    Danke

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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