Langer Radstand kommt Fond zugute
Nissans Note: Halb Kleinwagen, halb Kompaktvan

dpa-infocom HAAR. Einerseits wird die Autowelt immer einheitlicher: Immer weniger eigenständige Automarken greifen immer mehr auf gemeinsame Plattformen zurück. Andererseits beobachtet man eine immer feinere Differenzierung der verschiedenen Fahrzeugklassen.

Im Renault-Nissan-Konzern beruhen Dacia Logan, Renault Clio, Renault Modus, Nissan Micra sowie neuerdings der Nissan Note auf ein und derselben Plattform. An der Vielfalt dieser Fahrzeuge sieht man aber auch, wie flexibel solche Plattformen heute sind. Wir haben den Note für Sie unter die Lupe genommen, um zu sehen, ob sich die Synergien für den Autofahrer auch rentieren.

Von den Abmessungen ähnelt der Note stark dem Opel Meriva. Wie dieser basiert der Nissan zwar auf einer Kleinwagenplattform, hat aber wegen des deutlich verlängerten Radstands viel mehr Platz im Fond als in dieser Klasse üblich. Wenn man die längs verschiebbare Rückbank ganz nach hinten rückt, kann man im Note sogar die Beine übereinander schlagen. Auch die Kopffreiheit ist wesentlich besser als bei Kleinwagen. In den Kofferraum passen 280 bis 1 332 Liter Gepäck.

Zwei Benziner und zwei Diesel zur Auswahl

Den Note gibt es wahlweise mit zwei Benzinern und zwei Dieseln. Wir haben den stärkeren der beiden 1,5-Liter-Selbstzünder für Sie gefahren. Für den Sprint von null auf 100 km/h braucht unser Wagen 13,0 Sekunden: kein Spitzenwert, aber für ein Familienauto ausreichend.

Das Fahrwerk bietet, was man von einem Van in dieser Klasse erwarten kann. In Kurven neigt sich die 1,55 Meter hohe Karosserie deutlich nach außen, und Bodenunebenheiten bleiben nicht unbemerkt. Doch für ein Familienauto geht all das in Ordnung. Wichtiger als ein rennwagentaugliches Fahrwerk ist wohl das Karosseriedesign, und das ist beim Note gelungen: Die gespannte Silhouette und das Heck mit den bumerangförmigen Leuchten gefallen. Der Note ist ein modern anmutendes, europäisch gestaltetes Auto - wie eigentlich alle neueren Nissan-Modelle.

Innenraum: Schick und ideenreich

Im Innenraum setzt sich der positive Eindruck fort. Besonders erfreut das große Handschuhfach, in dessen Deckel zudem noch ein geräumiges Fach für einen Atlas integriert ist. Die Sitze sind straff und bieten eine genügend lange Beinauflagefläche - selten bei asiatischen Autos. Das in allen Versionen serienmäßige Fünfgang-Getriebe lässt sich gut schalten, auch wenn der Hebel beim Einrasten manchmal Geräusche macht und die Kupplung keinen sehr definierten Druckpunkt aufweist. Der Einstieg kostet beim Note 13 690 Euro. Dafür bekommt man einen 88 PS starken 1,4-Liter-Benziner in den Farben Rot oder Weiß. Acht weitere Farben sind gegen Aufpreis zu haben.

Fazit: Günstiger Minivan

Der Note profitiert bei Motoren, Getrieben, aber auch Extras wie dem schlüssellosen Zugangs- und Startsystem von der Konzerntechnik. Doch eine Kopie des Renault-Vans Modus ist der Note nicht. Auf der Positivseite stehen außerdem das Design und der recht günstige Preis.

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