Mercedes CLS 250 CDI Shooting Brake
Schöner Laden

Mit dem CLS schuf Mercedes 2004 ausnahmsweise mal einen Trendsetter. Viertürige Coupés der Oberklasse sind seitdem unverzichtbar. Mit dem Shooting Brake sind die Schwaben nun wieder einzigartig.
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DüsseldorfDer Begriff "Shooting Brake" steht im Autobau traditionell für hochwertige, teils von Hand gebaute Kombi-Versionen von Luxus-Coupés. Shooting Brakes finden sich beispielsweise in den Annalen so erlauchter Marken wie Aston Martin. Nach dem Erfolg des CLS-Konzepts im Hause Daimler, den 36 825 Verkäufe alleine 2012 belegen dürfen, lag der Gedanke geradezu nahe, aus einem viertürigen Coupé noch einen passenden Kombi zu schneidern, der seit Oktober 2012 zu Verfügung steht.

Die avisierte Zielgruppe definiert weniger virtuell das übliche Marketing-Geschwurbel vom "urbanen, freizeitrorientierten Akademiker, Mitte 20, der über ein Netto-Monatseinkommen von 10.000 Euro verfügt", als vielmehr realistisch die Preisliste. Das 60-seitige Konvolut weist auf Seite 5 das "Basismodell" 250 CDI mit 61.761 Euro aus. Den oberen Abschluss der Preisliste bildet der CLS 63 AMG S 4Matic als Shooting Brake für 132.982 Euro. Dafür gibt es 430 kW/585 PS.

Liegt die Hemmschwelle beim Studium der Preisliste für den CLS Shooting Brake entsprechend niedrig, sammeln sich schnell Nettigkeiten für weitere 30.000 bis 40.000 Euro an. Ergo sind die Kunden an Jahren reif und wirtschaftlich solvent.

Somit steht von vornherein fest, dass einem CLS Shooting Brake nicht die Lösung von Transportaufgaben aus den Bereichen "Hamsterkauf im Gartencenter", "Früchte-Großmarkt" oder "Handwerker-Bedarf" in die Wiege gelegt sind. Sie stellen angesichts eines Ladevolumens von 590 Liter bis maximal 1.550 Liter bei umgeklappten Fondsitzen aber keine Prüfungen dar, vor denen der edle Kombi kapitulieren müsste.

Doch generiert das Ladeabteil eher für schweinslederne Reisekoffer, für Golfbags oder wie in diesem Falle für Gitarrenkoffer feiner Labels wie "Gibson" oder "Duesenberg" den artgerechten Lebensraum. Vor allem wenn weitere 4.700 Euro in den Ladeboden aus Kirschbaumholz geflossen sind.

Die unverwechselbare Linie des 4,96 Meter langen Shooting Brake ist fließend und transportiert einen so vertäglichen Schuss Exzentrik, dass sie den CLS-Eigner nicht als solventen Kauz als vielmehr als geschmackssicheren Individualisten präsentiert, der sich einfach einmal etwas so Hübsches gegönnt hat, das nicht einmal die engagierten Adepten der Neidgesellschaft dazu provoziert, ihre Hammel-Hörner in Stellung zu bringen. Der Innenraum weist zum normalen CLS keinerlei Veränderungen auf.

Die Gestaltung ist stimmig und generiert in Begleitung feiner Materialien und makelloser Verarbeitung eine erfreuliche Wohlfühlatmosphäre, die jeder langen Reise den Schrecken nimmt und auch in hartleibigen Autobahnstaus allen Stressfaktoren signalisiert: "Wir müssen leider draußen bleiben!"

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  • ...........dieser nicht zu rettenden Firma wird noch der Hof gemacht? Das ist doch die Höhe! Sieht doch das Auto aus, als wenn es hinten mit dem Hammer eins aufs Dach bekommen hat. Also eine nicht von Menschenhand überzeugend gezeichnete Form? Ja, so ist es. Also die Form gequält? Ja, so ist es. Aus diesem Laden kann nichts wirklich Gutes mehr erwartet werden! Warum ist das so? Nun die Nadelstreifen unter Zetsche sind Verlegenheits-Aspiranten der Marke. Die Marke ist nur noch ein Schatten und selbst der, ist kaum noch wahrnehmbar. Dieser Vorstand und die Vorstände davor gleichen sich untereinander. Die überzeugende, überlegende Innovation ist verschwunden. Es reicht hier nicht der Platz, um das Drama dieser Marke vom verkehrten Firmen-Namen Daimler bis hin zu den verfehlten Mindest-Ausführungen an einem Automobil nämlich die Rostvorsorge, bis zum Schluß die nicht marktgerechten Preise den eindeutigen Abstieg bedeutet. In wenigen Jahren ist dieser Laden in Deutschland verschwunden. Die Chinesen haben schon 16 % Firmen-Anteile gekauft. Sie setzten bald zum großen Sprung an, um die Marke komplett zu übernehmen und nach China zu verfrachten. Die Holzkisten für die Firmenanlagen von Daimler alias Mercedes Benz stehen schon
    in China fertig gestapelt in großen Hallen, in dem dann nach Ankunft in China die Produktion beginnen kann. Eine Rettung gibt es nicht mehr. Den Vorstand jetzt raus zuschmeißen bringt auch nichts mehr. Das hätte schon viel früher stattfinden müssen. Also wartet China auf den günstigsten Börsenkurs dieser Marke um zuzuschlagen. Es ist eine Katastrophe, was sich um diese einstmals exzellente Autoschmiede abzeichnet. Tränen sind nicht mehr angebracht, weil die alten Kunden längst abgewandert sind. Man will sich nicht mehr mit einem Verlierer auseinander setzen. Zumal die andere gute Metall-Industrie, besonders der deutsche Maschinenbau nicht mit dem Namen Daimler
    beschmutzt werden soll.................

  • Daimler ist laufend Trendsetter, z.B. 1996 mit der M-Klasse wurde das erste deutsche SUV präsentiert!

  • Der Pöbel fällt über ein Auto her, welches er sich nie leisten können wird.

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