Mercedes mit fester Dachkonstruktion
SLK-Cabrio bietet Coupé-Gefühl

HB STUTTGART. Der Mercedes SLK läutete ein neues Zeitalter für Cabrios ein. War vorher ein falt- und klappbares Stoffverdeck der Standard, so setzte mit Einführung des sportlichen Zweisitzers die feste Dachkonstruktion zu ihrem Siegeszug an.

Denn beim SLK gibt ein Verdeck aus Blech bei Bedarf das Gefühl, in einem geschlossenen Coupé zu sitzen. Auf Knopfdruck verschwindet es aber vollautomatisch im Kofferraum. Und so ungewöhnlich diese Konstruktion auch zunächst erschien: Nach Angaben der Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart sorgt sie selbst nach längerer Zeit kaum für Probleme, wenn auf den richtigen Umgang mit ihr geachtet wurde.

Grundsätzlich ist es laut Dekra bei einem gebrauchten SLK wichtig, dass das gesamte Dach sauber eingestellt ist. Anderenfalls kann sich unter Umständen das Gestänge verbiegen, eine Folge sind dann unter anderem Windgeräusche. Ratsam ist nach Angaben der Sachverständigen speziell beim Modell 200 Kompressor auch eine Kontrolle des Motorlaufs: In besonderen Fällen kann es hier zu Problemen mit der Nockenwellenverstellung kommen. Dies macht sich durch klappernde Geräusche und einen unsauberen Motorlauf bemerkbar. Auch können eine verminderte Leistung und höherer Kraftstoffverbrauch bemerkt werden.

Interessant kann für Gebrauchtwagenkäufer auch ein Blick auf den Code für die Fahrzeuglackierung sein. Nach Dekra-Angaben wurde der SLK seit dem Jahr 2002 teilweise mit kratzfestem Lack ausgeliefert. Erkennbar ist dies an einem „C“ vor dem Lackcode.

Auf den Markt kam der SLK erstmals im Jahr 1996. Seitdem galt er stets als eines der preisstabilsten Autos überhaupt - was neben seinem Image auch auf die Ganzjahrestauglichkeit wegen des festen Klappdaches zurückgeführt wird. Im Jahr 2000 bekam die erste Generation ein Facelift, bei dem optische Überarbeitungen vorgenommen wurden, aber auch allgemein die Verarbeitungsqualität verbessert wurde. 2004 wurde der SLK dann durch die zweite Generation abgelöst.

Die Basismotorisierung im SLK ist ein 2,0-Liter-Vierzylinder mit 100 kW/136 PS. Darüber rangieren Kompressormotoren mit 120 kW/163 sowie 145 kW/197 PS. Hinzu kommt noch ein 3,2-Liter-Sechszylinder mit 160 kW/218 PS. Eher selten ist der 260 kW/354 PS starke SLK 32 AMG.

Auch heute noch kostet der Wunsch nach einem SLK mindestens 10 200 Euro - dafür gibt es laut Schwacke-Liste das Basismodell aus dem Jahr 1996. Ein SLK 230 Kompressor aus dem Jahr 2000 wird mit knapp 15 500 Euro gehandelt. Einen SLK 320 Special Edition aus dem Jahr 2003 gibt es für rund 25 000 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%