Neuer Skoda Oktavia
Auto ohne Emotion

Die VW-Tochter in Europas Süden setzt beim Marketing auf Gefühle, die im Osten auf Rationalität. Erfolgreicher ist letztere. Damit das so bleibt, hat Skoda den Octavia umfassend überarbeitet. Erste Fahreindrücke.
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Faro/PortugalDie dritte Generation des neuen Skoda Octavia steht ab dem 20. Februar bei den Händlern. Der Fronttriebler kann mit vier Benzin- und vier Dieseltriebwerken geordert werden. Die Leistung reicht dabei von 63 kW/86 PS bis 132 kW/180 PS. Eine stärkere RS-Version und eine Erdgas-Variante werden in diesem Jahr folgen. Die Einstiegsversion mit 1,2-Liter-Benzinmotor und 63 kW/86 PS kostet 15.990 Euro. Trotz größerer Karosserie und gewachsenem Platzangebot ist sie nur 300 Euro teurer als der Vorgänger. Für die von uns gefahrene Stufenheck-Limousine mit 1,4-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit Turbo und 103 KW/140 PS werden rund 21.500 Euro fällig.

Im Fahrbetrieb erweist sich der 1,4-Liter--Turbo als überaus angenehmer Partner. Durchzugsstark reagiert er spontan auf die Gaspedal-Befehle und verrichtet seine Aufgaben locker und laufruhig. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Skoda 215 km/h an, den Spurt von Null auf 100 km/h soll die Familienlimousine in 8,4 Sekunden erledigen. Und beim kombinierten Verbrauch verspricht Skoda einen Wert von 5,3 Litern pro 100 Kilometer.

Das manuelle Sechsganggetriebe lässt sich leicht und exakt schalten, ein Doppelkupplungs-Getriebe gibt es gegen Aufpreis. Die Lenkung setzt Richtungsbefehle direkt um. Die Sensibilität der Lenkung und das Ansprechverhalten des Motors können durch vier elektronische Fahrprogramme angepasst werden.

Elektronisch nicht beeinflussen lässt sich das ab Werk entweder sportlich oder komfortabel ausgelegte Fahrwerk. Die sportliche Ausrichtung beim gefahrenen Fahrzeug sorgte für ein gutes Kurvenverhalten, ohne dabei den Komfort zu vernachlässigen. Selbst grobe Unebenheiten wurden kommod gemeistert. Der aufpreispflichtige Spurhalte-Assistent arbeitet zuverlässig und kaum spürbar.

Damit der neue Octavia an die Erfolge seiner Vorgänger anknüpfen kann, schickt Skoda die fünfsitzige Kompaktlimousine mit einer überarbeiteten Optik, gewachsenen Abmessungen und weniger Gewicht auf die Straße. Vorne zeigen sich ein neu gestalteter Kühlergrill und überarbeitete Scheinwerfer.

In der Seitenansicht überzeugt das schlichte Design mit glatten Flächen und einer deutlich hervorgehobenen Seitenlinie. Der Octavia erhielt auch neue Heckleuchten mit doppelter LED-Lichtleiste und einen schwarzen Stoßfänger, der die Auspuffrohre komplett verdeckt. Er legte im Vergleich zum Vorgänger in der Breite um 40 Millimeter und bei der Länge um 90 Millimeter zu.

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