Porsche im Test
Den Cayman gibt es jetzt auch ohne S

Um neue Käuferschichten zu erschließen, hat Porsche ein weiteres Modell des Einstiegs-Coupés Cayman auf den Markt gebracht. In der Bezeichnung dieser Variante fehlt der Zusatz "S", denn der neue Cayman hat einen kleineren Motor als der Cayman S.

dpa-infocom HAAR. Ein überarbeitetes 2,7-Liter-Aggregat mit 245 PS dient als Antrieb. Somit stehen in der Basisvariante 50 PS weniger zur Verfügung als im S-Modell, wo ein 3,4-Liter-Motor mit 295 zum Einsatz kommt. Der 2,7-Liter-Motor wurde mit einem neuen Zylinderkopf ausgerüstet. Die Ventile darin werden mit dem Variocam-Plus-System gesteuert. Dieses passt die Öffnungs- und Schließzeiten der Ventile der Motorlast an. Das Plus steht für die Hubumschaltung der Ventile auf der Einlassseite des Motors, ein System, welches schon im Porsche 911 zum Einsatz kommt.

Porsche hat bei der Konstruktion des neuen Cayman darauf geachtet, das Auto so leicht wie möglich zu machen. Kurbelwelle, Kolben und Kolbenbolzen sind kleiner und somit leichter als beim 3,4-Liter-Motor des Cayman S. Zur Leistungssteigerung wurde die Verdichtung erhöht. Die daraus resultierende erhöhte Motorenerwärmung wird mit einem neuen Kühlwasserkanal abgeführt. Als Resultat dieser Maßnahmen kommen auf ein PS 5,3 Kilogramm Fahrzeuggewicht. Der EU-Normverbrauch des Porsche Cayman liegt bei 9,3 Litern Super Plus auf 100 Kilometern.

Äußerlich sieht der neue Porsche Cayman dem Cayman S sehr ähnlich. Die Front-Spoiler-Lippe des Cayman wurde mit einem zusätzlichen schmalen, schwarzen Gummiprofil ausgerüstet. Da der Cayman einen kleineren Motor hat, wird auch eine geringere Kühlluftzufuhr benötigt. So fällt der mittlere Lufteinlass weg und wird durch eine schwarze Kunststoffplatte ersetzt. Seitlich gibt es nur bei den Rädern Unterschiede. So wird der Cayman serienmäßig mit 17- statt 18- Zoll-Felgen ausgeliefert. Auch die Bremsen wurden der geringeren Motorleistung angepasst und fallen so etwas kleiner aus. Im Heckbereich unterscheidet sich nur das Auspuff-Endrohr vom Cayman S. Während es dort als Doppelauspuff-Look ausgeführt ist, wurde der Cayman mit einem Einzelauspuff-Endrohr versehen.

Raum genug für lange Beine

Der von außen klein wirkende Sportwagen bietet Insassen und Gepäck trotzdem Raum. Fahrer und Beifahrer haben auch mit langen Beinen keine Platzprobleme. Des Weiteren bietet der Cayman zwei Kofferräume. Der Vordere hat ein Fassungsvermögen von 150 Litern, der stufenförmige Heckkofferraum bietet 260 Liter Platz, sodass insgesamt 410 Liter Kofferraum zur Verfügung stehen.

Das Fahrwerk des Cayman ist auf schnelle Kurvenfahrten ausgelegt. Kleine Unebenheiten und Querrillen auf der Autobahn werden ausgeglichen. Sogar abseits der Straße, auf holperigen Feldwegen, lässt sich der Porsche problemlos fahren. Das serienmäßige Lenkrad ist groß und fasst sich gut an. Die Lenkung an sich ist ausgesprochen direkt und präzise.

Porsche bietet für den Cayman optional ein Sport-Paket an. Wenn das Auto damit ausgerüstet wird, kann der Fahrer über die Betätigung eines Sport-Knopfs mehrere Einstellungen beeinflussen. Zum einen wird das Fahrwerk härter, zum anderen spricht der Motor eher an, da der Pedalweg elektronisch reduziert wird. Zusätzlich schaltet das Getriebe bei höheren Drehzahlen, was die Beschleunigungswerte positiv beeinflusst.

Fazit: Ein präziser, effizienter Einstiegs-Porsche.

Das Auto steht nicht in Konkurrenz zum Cayman S. Preiswerter mit weniger Kraft steht dem Fahrer trotzdem ein Hightech-Sportgerät mit fühlbarer Alltagstauglichkeit zur Verfügung. Der Porsche Cayman kann ab sofort bestellt werden. Die Auslieferung erfolgt ab 29. Juli 2006. Der Basispreis beträgt 47 647 Euro, 11 000 Euro weniger als beim Cayman S.

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