Probleme bei 27 Modellen
Toyota ruft 6,58 Millionen Autos zurück

Klemmende Gaspedale, rutschende Fußmatten – und jetzt defekte Sitzschienen: Die Pannenserie beim japanischen Autobauer Toyota geht weiter. 92.000 Wagen müssen in Deutschland zurückgerufen werden.
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FrankfurtDer größte Autohersteller der Welt hat erneut mit einem Massenrückruf zu kämpfen: Toyota muss weltweit 6,39 Millionen Pkw zurück in die Werkstätten rufen. Grund seinen verschiedene technische Probleme bei insgesamt 27 Modellen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Bislang seien keine Unfälle im Zusammenhang mit diesen Defekten registriert worden.

Drei Rückrufe fallen nach Angaben des Herstellers zufällig zeitlich zusammen. Betroffen sind in Deutschland rund 92.000 Fahrzeuge verschiedene Baujahre von Yaris, Urban Cruiser, RAV4 und Hilux.Seit einem Massenrückruf vor einigen Jahren fährt der japanische Hersteller eine sehr offene Rückrufpolitik.

Zwei Rückrufe beziehen sich auf Yaris und Urban Cruiser: Hier kann in der Arretierung der Sitzverstellung eine Feder brechen, so dass der Sitz nicht mehr richtig einrastet. 335 Fälle sind weltweit bekannt. Rund 8.700 Fahrzeuge in Deutschland müssen überprüft werden, 2,32 Millionen sind es weltweit, jeweils die Baujahre von Juni 2005 bis Mai 2010.

Bei den Baujahren Juni 2005 bis Juni 2009 ist es möglich, dass die Lenksäule mit der Zeit anfängt zu wackeln. Von drei Halterungspunkten kann einer am Bohrloch ausreißen. Etwa 78.200 Fahrzeuge in Deutschland und 758.600 weltweit werden überprüft. Der Fehler ist bei 174 Autos aufgetreten.

Der dritte Rückruf betrifft in Deutschland 5.400 RAV4 und Hilux, Bauzeitraum Juni 2004 bis Dezember 2010, weltweit sind es 3,5 Millionen. Ein Kabel, das die Bedienelemente am Lenkrad mit der Bordelektronik verknüpft, kann an einem unsauber verarbeiteten Plastikteil scheuern und so beschädigt werden. Es fällt aber nach Angaben von Toyota keine Elektronik aus, es leuchtet nur die Airbag-Warnlampe auf.

Zwischen 2009 und 2011 hatte Toyota rund zwölf Millionen Autos weltweit zurückgerufen, nachdem Probleme mit klemmenden Gaspedalen mehrere tödliche Unfällen verursacht hatten. Toyota erklärte damals, dass sich rutschende Fußmatten mit den Pedalen verhaken könnten und der Fehler behoben sei. Dabei verschwieg der Autobauer der Öffentlichkeit und den Behörden aber, dass auch bei den Gaspedalen selbst ein Produktionsfehler festgestellt wurde.

Erst nach und nach räumte er das ganze Ausmaß der Probleme ein. Im Februar 2014 einigte sich der japanische Autobauer mit der US-Justiz auf einen Vergleich und die Zahlung von 1,2 Milliarden Dollar (860 Millionen Euro), um Strafverfahren zu entgehen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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  • Wie man mit fehlerhaften Produkten zur Nummer 1 werden kann, ist schleierhaft.




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