Skoda Flaggschiff Superb
Vorzeige-Limousine aus Tschechien

Der Superb ist das Flagschiff der tschechischen Marke Skoda. Schon die erste, ab 2001 gebaute Generation gilt als recht zuverlässig. Mit der neuen Auflage ab 2008 ist das Modell laut ADAC technisch noch besser geworden.
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BerlinSchwächelnder Heckmotor, Straßenlage wie eine Seifenkiste und unendlich laut - das war in der Vergangenheit das Image von Skoda. Seitdem die tschechische Marke zu Volkswagen gehört, ging es bergauf mit der Kundenakzeptanz. Mancher Käufer schlägt mit dem Argument zu, Wolfsburger Technik zum günstigen Preis zu bekommen. Dass Skoda auf dem Automarkt längst salonfähig geworden ist, belegt wohl am besten das Flaggschiff Superb.

In technischer Hinsicht beurteilt zumindest der ADAC das Modell, das viele der oberen Mittelklasse zurechnen, als «sehr unauffällig». Der Superb wurde hierzulande bisher nicht häufig genug zugelassen, um es in die Pannenstatistik des ADAC zu schaffen.

Dennoch machten sich die Pannenhelfer des Clubs Notizen: Demnach bereitete der Wagen außer durch Reifenpannen und entladene Batterien seinen Besitzern kaum Kummer. Lediglich bei Dieselfahrzeugen aus den Jahren 2002 bis 2004 machten vereinzelt defekte Generatoren sowie Störungen im Motormanagement Ärger. Letztere ließen auch manch einen Benziner von 2002 liegenbleiben. Bei Selbstzündern von 2002 und 2003 rutschten manchmal Turboschläuche aus den Halterungen.

Die Modellbezeichnung Superb hat Tradition bei Skoda: Bereits 1934 stellte die Marke ein Luxusmodell mit diesem Namen vor, das bis 1949 gebaut wurde. 2001 besann man sich am Unternehmenssitz in Mladá Boleslav der Geschichte und ließ den Superb wieder aufleben, wenngleich das Genfer Messefahrzeug damals noch Skoda Montreux hieß. 2002 kam der Wagen in Deutschland auf den Markt.

2006 gab es ein leichtes Facelift. 2008 legte Skoda die zweite, etwas gestreckte aktuelle Generation auf. Seitdem misst der Superb 4,84 Meter in der Länge, das Kofferraumvolumen der Limousine wuchs auf mindestens 565 Liter. Seit 2010 ist auch eine Kombivariante erhältlich.

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Vorzeige-Limousine aus Tschechien

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260 PS Spitzenmodell mit Sechszylinder

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  • Man kann sich auch weiter im VW-Konzern umschauen, z.B. bei SEAT. Auch Skoda hat weiterhin interessante Modelle. Und wer wirklich ausreichend Auto für wenig Geld möchte kauft bei Dacia. Bei Gebrauchten gibt es leider immer ein Garantie-Problem.

  • Dieses Fahrzeug ist vor allem ein industriepolitisch interessantes Thema, das der Autor der Artikels allerdings noch nicht entdeckt hat. An diesem Fahrzeugmodell wird deutlich, wie wenig kohärent die Modellpolitik des Volkswagen-Konzerns ist. Da produziert der Massenmarkt-Hersteller VW einerseits ein Produkt, für das es keinen Markt gibt (VW Phaeton), das aber dennoch weiterhin produziert wird. Da wird andererseits eine Konzern-Zweitmarke aufgebaut (Skoda), mit Produkten der Technik von gestern (VW Passat B5, gebaut bis 2005, danach weitergebaut in Karosserie-Langversion als Superb I) zu Preisen von gestern, - für Leute, die den letzten Schrei der neuesten Moden weder brauchen noch bezahlen wollen. Um dann festzustellen, dass es von dieser Sorte Leute "zu viele" gibt. Sodass es in Europa ein weiteres Modell "Superb" (einen "Superb III", der den derzeitigen Superb II ablösen wird) in der Passat-Klasse nicht geben wird. Reinhard Jung (ehedem Markenvorstand von Skoda) ist über dieses Problem gestürzt. Wer in preisgünstige Qualitätstechnik kaufen will, der soll in Europa nach Konzernvorstellung also wohl lieber einen Toyota Avensis kaufen. Oder in die USA verziehen, und dort einen "großen" US-Jetta oder einen "großen" US-Passat zu Kampfpreisen kaufen, von denen Europäer nur träumen können. Oder nach China. Nur dort wird es nämlich einen Superb III geben, (der dort anders heißen wird).

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