Wasserstoofantrieb für Autos
Mit Volldampf in die Sackgasse?

So ganz genau weiß vermutlich niemand, wie das Auto der Zukunft fährt. Alle Welt redet vom Elektroauto mit Batterie, aber war da nicht noch etwas anderes? Genau: Per Wasserstoff in die Zukunft - oder in eine Sackgasse?
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BerlinWer eine Automesse besucht, könnte meinen, gleich mit dem nächsten Elektroauto davonfahren zu können. So ausgereift lässt die Branche ihre Prototypen gerne erscheinen. Dabei ist noch längst nicht klar, welche Technik auf lange Sicht das Rennen macht - das Elektroauto mit Batterie oder doch das Wasserstoffauto mit Brennstoffzelle? Wobei auch das Wasserstoffauto eigentlich ein Elektroauto ist, nur dass der Strom aus Wasserstoff gewonnen wird. Klar ist nur: Vor allem Daimler macht Druck in Sachen Brennstoffzelle. Doch über die Aussichten wird eifrig gestritten.

«Wir gehen in die Zukunft mit den elektrischen Antrieben», betont der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Dabei werden sich die Batterie und die Brennstoffzelle seiner Ansicht nach ergänzen - «wobei langfristig die Bedeutung der Brennstoffzelle stark steigt». Die «richtigen Serien» erwartet Dudenhöffer erst etwa 2025, wobei Daimler, die Opel-Mutter General Motors (GM) und Toyota führend seien.

Doch es könnte auch alles viel schneller gehen: Denn Daimler steigt immerhin ein Jahr früher als vorgesehen in die Serienproduktion von Brennstoffzellenautos ein - nämlich schon 2014.

Tatsächlich behebt die Brennstoffzelle das entscheidende Manko der Elektroautos mit Batterie: «Je nach Fahrweise und Streckenprofil erzielen Brennstoffzellenfahrzeuge heute bereits Reichweiten von 400 bis 750 Kilometer», erklärt der Innovationschef des Münchner Technologiekonzerns Linde, Andreas Opfermann. Mit Batterie kommen die E-Mobile gerade einmal auf etwa 150 Kilometer. Aber auch bei der Wasserstoff-Betankungstechnik hat sich viel getan. «Eine Betankung ist heute in nur drei Minuten möglich - was absolut im Rahmen konventioneller Fahrzeuge liegt», sagt Opfermann.

Zudem sinkt der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids - um so stärker, je mehr Wasserstoff mit Hilfe erneuerbarer Energie gewonnen wird. Bislang wird Wasserstoff überwiegend aus dem fossilen Rohstoff Erdgas erzeugt. Doch Linde will den Treibstoff künftig etwa aus Biomasse - wie schon heute in einer Pilotanlage in Leuna - herstellen. Und dann ist das Brennstoffzellenauto laut Dudenhöffer genau dies: «Die Lösung für die nächsten 5000 Jahre.»

Oder doch nicht? Nach Einschätzung des Autoexperten Frank Schwope von der Norddeutschen Landesbank (NordLB) kommt der Brennstoffzelle grundsätzlich keine Bedeutung zu. Verschiedene Autobauer hätten sich aus der Entwicklung weitgehend zurückgezogen. Langfristig werde sich nur ein neuer Standard durchsetzen, sagt er. Nämlich das Elektroauto. Und weil es parallel den Verbrennungsmotor zunächst weiter geben werde, sei für eine dritte Technologie schlicht kein Platz.

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  • Ich bin kein Ingenieur, habe aber ein Problem mit den batteriebetriebenen neuen Autos. Die schwere Batterie muss dauernd beschleunigt und abgebremst werden. Außerdem reicht es im Winter nicht für die Heizung und im Sommer nicht für die Klimaanlage.
    Anstatt die schwere Batterie in meinem Auto durch die Gegend zu schleifen, plädiere ich dafür mir noch eine zeitlang zu erlauben mit dem sehr energiedichten Benzin, Diesel oder Erdgas mein Auto zu bewegen.
    Eine große Batterie würde ich dagegen in jedem Haus in den Keller stellen, damit die die großen Verbrauchsschwankungen über den Tag abfangen kann. Damit könnte man fast ganz Deutschland mit einer kleineren Kraftwerkskapazität und mit einer Art preiswerter Grundlast versorgen, und auch die Spitzenleistungen von Wind- und Sonnenenergie ausnutzen. Außer dem müßte das Leitungsnetz nicht so leistungsfähig sein.
    Im Keller ist das Gewicht der Batterie ja nicht ausschlaggebend.
    Also Benzin, Diesel und Erdgas in den Tank und die Batterie (vielleicht sogar in Wasserstofftechnologie) in den Keller. Da würden doch die Ölvorräte noch ganz schön lange reichen, oder?

  • Warum muss eigentlich alles immer gleich "Unfug" und "Bloedsinn" sein? Kann man nicht mal eine Meinung aeussern, ohne gleich beschimpft zu werden? Vermeintlich wissende Leute verurteilen anderer Meinungen mit derartigen Worten, leider sehr oft zu sehen hier in den HB Foren. Schon ein wenig traurig.
    Und da Sie mir offenbar nicht glauben, "google"n Sie doch einfach mal die worte "wasserdampf" und "treibhaus" zusammen. Schon die ersten paar Eintrage scheinen mir doch ein wenig anderer Meinung zu sein als der, die Sie hier als "Unfug" bezeichenen.
    Und, wie User aruba es dann immer schreibt: Besten Dank.

  • Wasserdampf findet sich vermehrt in Wolken und neigt recht oft dazu seinen Aggregatszustand zur flüssigen Form hin zu wechseln. Sprich: Es regnet.

    Ist es bewölkt wird einerseits die Wärme der Erdoberfläche gehalten und eine Abstrahlung ins All verhindert, andererseits wird das einfallende Sonnenlicht reflektiert.

    Die Temperaturen auf der Erde sind bei bewölktem Himmel und regnerischem Wetter deutlich niedriger. Ein Blick aus dem Fenster und ein Gang vor die Tür wird Ihnen dieses Faktum deutlich machen.

    Daher ist Ihre Aussage ziemlicher Unfug.

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